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Geschichte der Beuth Hochschule für Technik Berlin
Ursprünge der Hochschule (1823-1971)
Die Geschichte der Beuth Hochschule für Technik Berlin geht bis in das 19. Jahrhundert zurück, als mit den Reformen des preußischen Bildungswesens die Modernisierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft eingeläutet wurde. Der Bildungsreformer Christian Peter Wilhelm Beuth (1781-1853) rief 1821 den „Verein zur Beförderung des Gewerbefleißes in Preußen“ ins Leben, der den Boden für die Professionalisierung der handwerklich-technischen Ausbildung bereitete. Daraufhin entstanden in kurzer Folge zahlreiche verwandte Vereine und Einrichtungen, unter anderem initiiert durch zwei berühmte Weggefährten Beuths – dem Architekten und Stadtplaner Karl-Friedrich Schinkel (1781-1841) und dem Gartenkünstler und Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné (1789-1866). Auf diese Bildungstradition einer stürmischen Epoche des technischen und gesellschaftlichen Wandels beruft sich heute die Beuth Hochschule.
Institutionell ist der Ursprung der Beuth Hochschule mit Peter Joseph Lenné verbunden. Vor bald 200 Jahren, am 20. August 1823, ordnete der preußische König Friedrich Wilhelm III. durch eine Kabinettsorder die Errichtung einer „Gärtnerlehranstalt zu Schöneberg und Potsdam-Wildpark“ an. Als ihr erster Direktor entwarf Lenné die Statuten als gemeinnützige Stiftung. Diese älteste gärtnerische Lehranstalt Deutschlands ist eine von fünf direkten Vorgängerinstitutionen der heutigen Beuth Hochschule.
Gründung der TFH (1971)
Mit dem „Gesetz über die Fachhochschulen im Lande Berlin“ (vom 27.11.1970) wurde am 01.04.1971 die „Technische Fachhochschule Berlin" (TFH) gegründet. Diese führte die vier Berliner Staatlichen Ingenieurakademien zusammen:
4. Staatliche Ingenieurakademie für Bauwesen (ab 1966)
Entstanden 1946/46 durch Zusammenlegung von zwei Bauschulen als "Vereinigte Bauschulen von Groß-Berlin"
- Hervorgegangen aus der 1913 gegründeten "Königlich-Preußischen Baugewerkschule Neukölln" (Leinestraße)
TFH zu Beuth Hochschule für Technik Berlin (1971-2009)
Seit ihrer Gründung 1971 entwickelte sich die TFH zur Hochschule mit dem größten ingenieurwissenschaftlichen Studienangebot in Berlin und Brandenburg. Nach Studierendenzahlen zählt die Hochschule heute zu den zehn größten Fachhochschulen Deutschlands.
Um die lange Tradition der Hochschule und ihrer Vorgängereinrichtungen im Kontext der Berliner Bildungsgeschichte Herauszustellen, beschloss die Akademische Versammlung am 17. Januar 2008 zur Ehrung des „Vaters der Ingenieurausbildung“ - des preußischen Gelehrten Christian Peter Wilhelm Beuth - die Umbenennung der TFH zur „Beuth Hochschule für Technik Berlin“. Die Umbenennung trat zum 01. April 2009 in Kraft.
Die Beuth Hochschule besann sich dabei auf eine ihrer fünf Wurzeln, auf die 1909 gegründete Technische Mittelschule Berlin mit ihrem historischen Gebäude (Haus Beuth), das durch den Berliner Stadtbaurat Ludwig Hoffmann als erstes auf dem heutigen Beuth-Campus errichtet wurde. Ihr folgte 1964 die Ingenieurakademie Gauß, die ihr Domizil (Haus Gauß) in einem modernen Neubau auf dem Campus fand.
In den 1970er Jahren wurde für die junge TFH der Campus um die Gebäude Grashof und Bauwesen erweitert. Nach der Umbenennung der TFH zur Beuth Hochschule wurde ein Sichtbeton-Kunstwerks auf dem Campus-Hügel entlang der Luxemburger Straße installiert, um die Veränderung, für welche die Beuth Hochschule seit bald 200 Jahren steht, für Alle sichtbar zu machen.

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