50 neue IT-Professuren für Berlin


12.09.2016 13:43 Uhr

Die vier Berliner Universitäten sowie die Beuth Hochschule und die Hochschule für Technik und Wirtschaft werden 50 neue Professuren im Bereich Digitalisierung einrichten. 38,5 Millionen Euro sind für das neue Einstein Center Digital Future geplant.

Die 50 neuen Professuren im Bereich Digitalisierung werden von den vier Berliner Universitäten berufen: der Technischen Universität Berlin, der Universität der Künste Berlin sowie der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin mit deren gemeinsamer medizinischer Fakultät, der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Auch die Beuth Hochschule für Technik und die Hochschule für Technik und Wirtschaft werden Professuren einrichten.

Die Professuren sind Bestandteil des neuen Einstein Center Digital Future, das am 5.9.2016 durch die Einstein Stiftung Berlin bewilligt wurde. In das neue Einstein Center sollen insgesamt 38,5 Millionen Euro innerhalb von sechs Jahren fließen.

Möglich machen dieses bundesweit einmalige Projekt zahlreiche Partner aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik. So sind neben den vier Berliner Universitäten und zwei Berliner Hochschulen acht außeruniversitären Forschungseinrichtungen, zwei Bundesministerien, das Land Berlin und 20 Industrieunternehmen beteiligt.

Die Forscherinnen und Forscher werden in dem Einstein Center Digital Future in vier Wissenschaftsbereichen forschen:

  •  dem Kernbereich Digitale Infrastruktur, Methoden und Algorithmen

und den drei Innovationsbereichen

  • Digitale Industrie und Dienstleistungen,
  • Digitale Gesellschaft und Geisteswissenschaften sowie
  • Digitale Gesundheit.

Die Professuren sind ganz bewusst interdisziplinär angelegt und sollen an den Schnittstellen zu anderen Disziplinen forschen.

Prof. Dr. Monika Gross, Präsidentin der Beuth Hochschule für Technik Berlin:

„Wir freuen uns auf die Möglichkeit, über das Einstein Center Digital Future eine zusätzliche Professur im Bereich Data Science ausschreiben zu können. Hierzu gibt es an der Beuth Hochschule bereits eine Forschungsgruppe, in der Forscher aus dem Bereich Informatik und Mathematik mit Studierenden und Industriepartnern zusammenarbeiten. Wir sind Mitglied im BMBF-geförderten Berlin Big Data Center – unsere Forscher arbeiten entsprechend an den Themen Big Data und lehren z. B. „Enterprise Data Management“ und „Methoden des Data Mining“. Aktuell wird ein Konzept für einen neuen Masterstudiengang entwickelt, der speziell auf die Bedürfnisse der Anwendungen im Bereich Big Data ausgerichtet sein wird.

Weiter werden wir uns im Bereich „Digitalisierung in der Drucktechnik“ einbringen, denn die Beuth Hochschule bietet als einzige Hochschule in Berlin die entsprechenden Studiengänge als Grundlage.

Vom Einstein Center erhoffen wir uns einen Gewinn an Attraktivität für Berufungen im Bereich Informatik – wir schreiben zurzeit jährlich um die fünf Professuren in diesem Bereich aus und die Rekrutierung hat sich in der letzten Zeit als nicht einfach erwiesen. Für unsere Studierenden werden sich mehr Forschungsmöglichkeiten ergeben und eine noch aktuellere Lehre. Darüber hinaus erhoffen wir uns noch mehr Bewerbungen im Bereich Informatik, denn wir brauchen nicht nur neue Professorinnen und Professoren, sondern vor allem auch motivierte junge Menschen, die wir für die digitale Zukunft fit machen.“

Das Einstein Center Digital Future hat eine geplante Laufzeit von sechs Jahren. Die Ausschreibung für die ersten 18 Professuren startet am 12.9.2016 auf be-digital.berlin.

Ausführliche Presseinformation

Weitere Informationen über das Projekt: be-digital.berlin

Pressekonferenz am 12.9.2016: Digitale Hauptstadt - neue Professuren für Berlin (Foto: TU Berlin/Anna Groh)

Pressekonferenz am 12.9.2016: Digitale Hauptstadt - neue Professuren für Berlin (Foto: TU Berlin/Anna Groh)

Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, Sandra Scheeres, Senatorin für Jugend, Bildung und Wissenschaft, Prof. Martin Rennert, Präsident der UdK Berlin und Beuth-Präsidentin Prof. Dr. Monika Gross bei der Pressekonferenz (Foto: Jansen)

Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, Sandra Scheeres, Senatorin für Jugend, Bildung und Wissenschaft, Prof. Martin Rennert, Präsident der UdK Berlin und Beuth-Präsidentin Prof. Dr. Monika Gross bei der Pressekonferenz (v. l. n. r.) (Foto: Jansen)

Statement Prof. Dr. Monika Gross

Prof. Dr. Monika Gross zu den Chancen des Einstein Center Digital Future für Forschung und Lehre