Wovon lebt Google?

Nutzerdaten zu Gold machen

Prof: Anne König aus dem Studiengang BWL Digitale-Wirtschaft
Schulfach: Politikwissenschaft, Informatik
Vortragszeit: ca. 45 - 90 Min.
Teilnehmerkreis: Oberstufe
Vorkenntnisse der Teilnehmer: keine
Benötigte Ausrüstung: Beamer und wenn möglich W-Lan-Zugang

Terminvereinbarung

030 4504-5252
030 4504-2001
akoenig[at]beuth-hochschule.de


Inhalt

Ergebnis einer Google-Suche „abibuch drucken“ – sieben Werbeanzeigen und ein Ergebnis der organischen Suche. [Klicken zum Vergrößern]

Unter dem Namen „BackRup“, Rückenmassage, haben Larry Page und Sergey Brin, die Erfinder der Suchmaschine Google und die Gründer des gleichnamigen Unternehmens, die Art, wie im World-Wide-Web gesucht wird, revolutioniert. Der milliardenschwere Gedanke von ihnen war, die Qualität von Suchergebnissen dadurch zu verbessern, dass Daten anderer in den Suchalgorithmus integriert werden:„Back Links“, Linkverweise, die Webseitenbetreiber auf andere Webseiten setzen, die sie interessant finden. Wie bei einer Rückenmassage sollte der Nutzer glücklich sein, die richtige Seite schnell gefunden zu haben, weil andere diese durch das Setzen eines Links ja praktisch empfohlen haben.

Nach „BackRup“, der ersten Version der neuen Suchweise, sind fast 20 Jahre vergangen. Heute ist „Google“ zum Synonym für „Suchen im Internet“ geworden. Das Wort „googeln“ steht seit 2004 sogar im Duden, und Google Inc. gehört zu den Top 100 der reichsten Unternehmen der Welt.

Doch die Benutzung der Suchmaschine ist immer kostenlos gewesen – ein Grund dafür, dass Googlefast schon ein Monopol auf das Suchen hat.

Wie kann das sein: 60 Milliarden Euro Umsatz jährlich – und das Produkt selbst ist kostenlos?

Anne König erklärt, wie das Unternehmen Google Inc. Daten der Nutzer nutzt, um die Suchmaschine besonders gut zu machen UND dafür, Geld zu verdienen: durch den Verkauf von Anzeigenklicks.

Denn da kommen sie her, die Gewinne von Google: Von Milliarden Klicks auf Anzeigen. Damit die Nutzer auf Anzeigen klicken, müssen die Anzeigen für sie nützlich sein – mit den Worten von Google: die Nutzer glücklich machen. 

Und damit die Nutzer glücklich sind, und die Unternehmen deshalb Geld für Google-Anzeigen ausgeben, nutzt Google immer mehr Nutzerdaten. Und macht so aus Nutzerdaten Gold.