Stöbern in der eigenen Vegangenheit


26.04.2018 12:32 Uhr

"Beuthianer" des Abschlussjahrgangs Maschinenbau - Konstruktions- und Fertigungstechnik 1968 trafen sich anlässlich ihres 50. Jubiläums an ihrer Alma Mater.

Immer häufiger besuchen Absolventinnen und Absolventen vergangener Jahre in regelmäßigen Abständen ihre Alma Mater.

So auch die "Beuthianer" der Ingenieurakademie Beuth, die 1968 ihren Abschluss im Studiengang Maschinenbau - Konstruktions- und Fertigungstechnik gemacht haben. Bereits zu ihrem 45sten Jubiläum waren die Alumni hier und hatten sich während einer Führung durch die Labore der Beuth über die heutigen Möglichkeiten der Studierenden informiert.

Bei ihrem Besuch anlässlich ihres 50. Jubiläums stand im April 2018 nun etwas anderes auf dem Plan. Diesmal wollten die Alumni die Gelegenheit nutzen, sich über die Entwicklungen und veränderten Strukturen speziell in Ihrem Studiengang zu informieren. Andererseits stand die Beschäftigung mit der eigenen Studienzeit auf dem Programm.

Für den ersten Programmpunkt konnte das Alumni-Programm zwei ausgewählte Experten begeistern. Als dienstältester Hochschullehrer an der Beuth Hochschule zeigte sich Prof. Dr.-Ing. Eberhard Löwe gerne bereit, aus dem "Nähkästchen zu plaudern". Prof. Löwe lehrte bereits an der Beuth, als diese noch Ingenieurakademie war und hat nach dem Übergang zur Technischen Fachhochschule die Entwicklung des Bereichs Maschinenbau aktiv mitgestaltet. Viele Jahre stand er diesem als Dekan vor und hat unzählige, teilweise in Deutschland einzigartige, Studiengänge mit auf den Weg gebracht. Ebenfalls zu dem Treffen kam Prof. Dr.-Ing. Hans-Dieter Kleinschrodt, der seit den 1990er Jahren die Geschicke des Fachbereichs, ebenso wie Prof. Löwe, lange Jahre lenkte und prägte.

Ihnen gelang es, die Ingenieure über zwei Stunden in ihren Bann zu schlagen. Auch auf die kritischen Fragen der Studierenden von damals antworteten die beiden ehemaligen Dekane, die selbst schon Alumni der Beuth sind. Dass hier nicht nur Kenntnisse der Vergangenheit zu gegen waren, sondern die Professoren bis heute aktiv das Hochschulleben mit gestalten, begeisterte die Gruppe. So doziert Prof. Löwe, obwohl er bereits mehr als ein Jahrzehnt emeritiert ist bis heute an der Hochschule und verfügt in seinem Bereich wie kein anderer über fachliche Kompetenz.

Im Anschluss an das Treffen mit den Professoren konnte sich die Gruppe ganz der eigenen Studienzeit widmen. In einem Lernraum im Haus Gauß bot sich der Raum, Dokumente aus der eigen Studienzeit zu durchstöbern, die extra aus dem Historischen Archiv für diesen Anlass herausgeholt worden waren. Bereits am Vortag hat die Organisatoren die Gelegenheit genutzt, einen ersten Blick in die Archivalien zu werfen. Nun hatten auch die übrigen Kommilitonen die Gelegenheit in den Materialen des Historischen Archivs zu stöbern, viel Interessantes zu entdecken und die Zeit von damals eintauchen.
"Es ist bemerkenswert, wie sorgfältig und akribisch die Informationen gesammelt werden", meint der Organissator Peter Lehmann beeindruckt.
Und dass sie beim Stöbern den Lernraum mit einigen Studierenden von heute "teilen mussten", brachte den einen oder anderen Alumni zum Schmunzeln. - Die Studierenden hat es nicht gestört.