Wie kommt das Ohr auf den Rücken der Maus?

Vortragstitel

Prof: Carsten Lübke aus dem Studiengang Biotechnologie
Schulfach: Biologie
Vortragszeit: ca. 60-90 Min.
Teilnehmerkreis: Sek II
Benötigte Ausrüstung: Beamer

Terminvereinbarung

030-4504-3988
carsten.luebke[at]beuth-hochschule.de


Inhalt

Im Jahre 1997 versetzt ein Bild die Welt in Erstaunen. Es zeigte ein menschliches Ohr auf dem Rücken einer nackten Maus. Blitzschnell verbreitete sich dieses Bild, zumeist unkommentiert, über das Internet und entfachte eine wilde Diskussion über die Gentechnik.

Doch was war wirklich geschehen? Ist die Maus das Ergebnis gentechnischer Experimente und kann man mit diesem Ohr hören?

Im Vortrag klärt sich auf, dass dieses Bild nur zur Veranschaulichung einer modernen biomedizinischen Technik, dem Tissue Engineering, diente. Tissue Engineering ermöglicht die Herstellung künstlicher biologischer Gewebe und Organe, um damit kranke Gewebe bei einem Patienten zu ersetzen oder zu regenerieren. Einige innovative Produkte (z.B. Haut, Knochen, Knorpel) werden inzwischen klinisch angewendet. 

Die Entwicklung derartiger Produkte erfordert die interdisziplinäre Zusammenarbeit und das Wissen auf den Gebieten der Zellbiologie, Biotechnologie, Materialkunde und Medizin. Im Vortrag werden diese Zusammenhänge an Praxisbeispielen aufgezeigt und auch Visionen und aktuelle Forschungsbereiche präsentiert.

Die theoretischen und technischen Grundlagen, die zukünftige Gewebeingenieure benötigen, werden zum Teil an der Beuth Hochschule im Studiengang Biotechnologie gelehrt.