Elektrotechnik – ausbildungsintegrierende Studienform (Dual)

Ausbildungsintegrierendes duales Bachelorstudium am Fachbereich VII

NC: nein
Studienbeginn: Wintersemester
Abschluss: Bachelor of Engineering
Vorpraktikum: nicht erforderlich
Homepage: https://studiengang.beuth-hochschule.de/elektrotechnik-dual

Voraussetzungen

Zulassungsvoraussetzung

  • In das erste Semester wird aufgenommen, wer die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife/Fachhochschulreife erworben hat.
  • In das vierte Semester wird nur immatrikuliert, wer im Kooperationsmodell mit dem Oberstufenzentrum (OSZ) TIEM die Berufsschule erfolgreich abgeschlossen und die Abschlussprüfung als Elektroniker/-in für Betriebstechnik erfolgreich absolviert hat.
  • Der Quereinstieg für andere Elektroniker/-innen ist nicht möglich.

Bewerbung

Bewerbungsfrist: 31. August | Aktuelle Stellenausschreibungen

Schritte für die Bewerbung

1. Bewerbung zur 2-jährigen dualen Ausbildung bei einem kooperierenden Unternehmen und/oder Oberstufenzentrum (OSZ) TIEM

  • Anforderung der Firmenliste im Fachbereich VII der Beuth Hochschule/OSZ TIEM
  • Bewerbung bei den Kooperationspartnern und/oder OSZ TIEM
  • Abschluss eines Ausbildungs-/Studienvertrages mit einem kooperierenden Unternehmen

Zeitraum: ca. 6-9 Monate vor Ausbildungsbeginn

2. Zulassungsverfahren zum 2-jährigen dualen Studium

Die Zulassung erfolgt nach erfolgreichem Abschluss als Elektroniker/-in für Betriebstechnik zum vierten Fachsemester an der Beuth Hochschule für Technik Berlin.

Immatrikuliert werden im Rahmen der festgesetzten Höchstzahl nur Bewerber/-innen, die einen Ausbildungs-/Studienvertrag mit einem Kooperationspartner nachweisen.

Zeitraum: nach erfolgreichem IHK-Abschluss

Ausbildungs-/Studienvertrag

Das Unternehmen schließt mit dem Studenten/der Studentin einen Ausbildungs-/Studienvertrag ab.

Die Vereinbarungen des Vertrages betreffen die ordnungsgemäße Durchführung der betrieblichen Praxisphasen, die Ausbildung im Oberstufenzentrum TIEM, das Studium an der Beuth Hochschule für Technik Berlin sowie die Vergütung.

Doppelt gut: duale Berufsausbildung und duales Studium

1. Ausbildungsphase: Ausbildungsunternehmen und Oberstufenzentrum

Abiturientinnen/Abiturienten oder Bewerber/-innen mit Fachhochschulreife werden in ihrem Ausbildungsunternehmen sowie im Oberstufenzentrum TIEM in zwei Ausbildungsjahren auf den Abschluss als Elektroniker/-in für Betriebstechnik vorbereitet.

Gleichzeitig absolvieren sie damit die ersten drei Fachsemester des Bachelorstudiengangs Elektrotechnik.

2. Ausbildungsphase: Beuth Hochschule und Praxisphasen im Unternehmen

Nach Abschluss der Berufsausbildung starten die Studierenden mit dem vierten Fachsemester in die zweijährige akademische Hochschulausbildung des Bachelorstudiengangs Elektrotechnik direkt an der Beuth Hochschule.

Vorlesungsfreie Zeiten werden zu Praxisphasen im Unternehmen genutzt.

Studienablauf ab dem 4. Semester

Studienschwerpunkt Elektronische Systeme:

  • 12-wöchige Theoriephasen an der Beuth Hochschule
  • 12-wöchige Praxisphasen im Unternehmen im Wechsel

Studienschwerpunkt Energie- und Antriebssysteme:

  • In der Vorlesungszeit: 4 Tage an der Beuth Hochschule und ein Tag im Unternehmen
  • In der vorlesungsfreien Zeit (7 bis 9 Wochen zwischen den Semestern) sind die Studierenden im Unternehmen, ebenso während der Erarbeitung der Bachelorarbeit im 7. Semester.

Studiendauer und -abschluss

Die Verknüpfung von dualer Berufsausbildung und dualem Studium bietet eine reizvolle Perspektive für die berufliche Zukunft.

Nach 4 Jahren haben die Absolventinnen und Absolventen einen Berufsabschluss und einen Hochschulabschluss:

  • Elektroniker/-in für Betriebstechnik (IHK)
  • Bachelor of Engineering im Fach Elektrotechnik (Beuth Hochschule)

Das Studium

Studieninhalte

Elektrotechnik ist eine Grundlage der modernen technischen Welt und eine Schlüsselkompetenz für die Lösung aktueller Probleme unserer Umwelt.

Systeme für regenerative Energie und Elektromobilität sind in aller Munde ebenso der Ausbau der drahtlosen und drahtgebundenen Informationskanäle. Die „grüne Technik“ hat längst Einzug in verschiedene Anwendungsbereiche gefunden, in denen nur die umwelt- und ressourcenschonende Nutzung der elektrischen Energie der Zukunftssicherheit garantieren kann.

Unser Motto „Studiere Zukunft“ wird auch von den Dozentinnen und Dozenten gelebt. Die Ausgestaltung der Studienpläne erfolgt in Zusammenarbeit mit lokalen und überregionalen Unternehmen. So sind die zukünftigen Absolventinnen und Absolventen bestens und marktorientiert auf den Berufseinstieg vorbereitet.

Das Studium der Elektrotechnik beginnt mit einem allgemeinen Teil, in dem Grundlagen für die Vertiefungsrichtungen vermittelt werden. Das Studium zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus, der auch durch eine große Anzahl von Laborübungen hergestellt und in Gruppen zu maximal 20 Studierenden durchgeführt wird.

Alle Vorlesungen finden in kleinen Gruppen in Form eines seminaristischen Unterrichts statt, so dass eine individuelle Betreuung ermöglicht wird. Während des Studiums werden Kreativität, Teamfähigkeit und selbstständiges Arbeiten gefördert. Eine Voraussetzung sollten Sie allerdings mitbringen – die Neugier auf Technik.

Schwerpunkt Energie- und Antriebssysteme

Aus der Gestaltung einer lebenswerten und umweltgerechten Zukunft ergeben sich die Hauptthemen des Schwerpunktes Energie- und Antriebssysteme.

Die Erzeugung elektrischer Energie auch aus regenerativen Quellen und deren Übertragung sind eine Zukunftstechnologie für Deutschland und die Region Berlin-Brandenburg. Die Installation von Wind- und Solarparks erfordert komplexe Energieverteilungsnetze. Das „Smart Grid“ wird die elektrische Energieversorgung und -anwendung verändern.

Moderne Antriebssysteme stellen in Industrieantrieben und der Elektromobilität einen bedeutenden Anwendungsbereich elektrischer Energie dar, der zusammen mit den Energieverteilungsnetzen intelligenter und damit zukunftssicher werden wird.

Das Studium bereitet auf diese Herausforderungen vor. Hierzu werden Kenntnisse von Mikrocontrolleranwendungen, speicherprogrammierbaren Steuerungen, Systemsimulationen, elektro-magnetischer Verträglichkeit und Hochspannungstechnik vermittelt.

Entsprechend den Anforderungen der Praxis sind die Laborversuche systemorientiert und fachübergreifend gestaltet und erfordern einen hohen Selbstständigkeitsgrad der Studierenden. Die erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten werden hier praxisnah vertieft.

Die Tätigkeitsfelder sind vielschichtig und umfassen die Planung und Errichtung von Solar- oder Windkraftanlagen, die Projektierung und den Bau von automatisierten Antriebssystemen bis zur Auslegung von Hochspannungsnetzen. Diese Vielseitigkeit macht das Studium abwechslungsreich und zukunftssicher.

Schwerpunkt Elektronische Systeme

Die Herausforderungen dieses Jahrzehnts sind Mobilität, Energiewende und Alterung der Gesellschaft. Elektro- und Hybridfahrzeuge werden die Innenstädte erobern, regenerative Energien sollen unseren Energiebedarf stillen, die Gesellschaft benötigt immer mehr (elektronische) Hilfen für barrierefreien Alltag.

Im Studienschwerpunkt Elektronische Systeme werden kleine, mikrocontrollerbasierte Rechner die Regelungsfunktionen übernehmen. Mikrocontrollerprogrammierung, Leistungselektronik und Signalverarbeitung werden in solchen Systemen zusammengeführt. Die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure dürfen nicht nur Detailwissen studieren, sondern müssen auch im Team Problemlösungsstrategien entwickeln können.

Der Studienschwerpunkt Elektronische Systeme ist dual organisiert. Die Studierenden haben eine Praktikumsvereinbarung mit einem Unternehmen der Elektro- oder Informationstechnik.

In 12-wöchigen Theoriephasen an der Beuth Hochschule werden Kommunikationsnetze für Sprache, Daten, Audio und Video behandelt, der Entwurf elektronischer Steuergeräte und der digitalen Signalverarbeitung erlernt.

Der Bereich der Softwareentwicklung wird anwendungsbezogen in den Studienverlauf integriert. Der Anteil von Projektlaboren steigt während des Studiums an, überfachliche Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Projektmanagement, Selbstmanagement und die eigene Steuerung von Lernprozessen werden akzentuiert.

14-wöchige Praxisphasen im Unternehmen ergänzen die Theorie. Studierende arbeiten ingenieurnah an Problemstellungen der beruflichen Wirklichkeit, Kontakte werden geknüpft, modernste Technologien bereits in der Praxis angewendet. Theoretisch fundierte und praxisorientierte Anwendungen lassen sich im Studium kaum besser kombinieren als über den dualen Ansatz.

Im siebenten Semester können die Studierenden in einer 6-wöchigen Theoriephase Spezialisierungen aus einem breiten Wahlpflichtangebot wählen, anschließend erfolgt die Realisierung der Bachelorarbeit.

Gefördertes Bildungsprojekt

Die Berliner Wirtschaft finanziert Projekte der beruflichen und akademischen Bildung und des Wissenstransfers sowie der Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. DOPPELT GUT - DEN WECHSEL GESTALTEN wurde in der ersten Förderperiode aus einer Vielzahl eingereichter Projektideen als eines der wirtschaftsgeförderten Bildungsprojekte ausgewählt.

Zentrale Studienberatung

Allgemeine Fragen zum Studium


Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Tobias Merkel
(Fachkoordination Schwerpunkt Elektronische Systeme)

Prof. Dr.-Ing. Ralph Hansen
(Fachkoordination Schwerpunkt Energie- und Antriebssysteme)

Birgit Max
(Studienkoordination und -entwicklung)

Olga Gutjahr
(Sachbearbeitung)


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