Theater- und Veranstaltungstechnik

Bachelorstudiengang am Fachbereich VIII

NC: nein
Studienbeginn: Wintersemester
Akkreditiert: ja
Abschluss: Bachelor of Engineering
Fachsemester: 7
Vorpraktikum: 18 Wochen
Homepage: https://studiengang.beuth-hochschule.de/veranstaltungstechnik/

Voraussetzungen

Zulassungsbedingungen

  • Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder eine andere vom Gesetz festgelegte Studienberechtigung (z.B. §11 BerlHG)
  • Ein Vorpraktikum von 18 Wochen, davon 8 Wochen im Maschinenbau und 10 Wochen in einem Theater oder Veranstaltungsbetrieb. Mindestens 10 Wochen sind vor Studienbeginn nachzuweisen, maximal 8 Wochen können bis zum Ablauf des 2. Studiensemesters absolviert werden.
  • Eine abgeschlossene fachspezifische Berufsausbildung kann ganz oder teilweise als Vorpraktikum anerkannt werden.

Informationen zum Vorpraktikum

Bewerbung

Bewerbungszeitraum:

  • Zum Wintersemester: 15.04. bis 31.08. (Frist für zulassungsfreie Studiengänge/ohne NC)

Bewerbung

Das Studium

Studieninhalte

Das Studium verbindet technische, organisatorische und künstlerische Inhalte. Um dies zu vermitteln, werden Module aus drei Schwerpunktbereichen angeboten:

  • Ingenieurwissenschaftliche Grundlagenfächer (u.a. Mathematik, Technische Mechanik, Maschinenelemente und Konstruktion, Fertigungsverfahren)
  • Theaterspezifische und gestalterische Fächer (u.a. Theatertechnische Grundlagen, Dekorationsbau, Tontechnik, Lichttechnik, Szenographie und Theatraler Raum)
  • Wirtschaftswissenschaftliche Fächer (u.a. Grundlagen der BWL, Betriebs- und Personalführung, Baurecht, Veranstaltungsmanagement)

Im vierten, sechsten und siebten Semester erlauben die angebotenen Wahlpflichtfächer eine Vertiefung spezieller Bereiche aber auch die Spezialisierung in den eigenen Interessensgebieten.

Neben dem seminaristischen Unterricht werden die Inhalte in den verschiedenen Bereichen durch Übungen in den Laboren vertieft und intensiviert.

Hierzu stehen unter anderem folgende Labore zur Verfügung:

  • Labor für Theater- und Veranstaltungstechnik
  • Elektrotechnisches Labor
  • Labor für Werkstoffanalytik
  • Labor für Produktionstechnik

Praxisbezug

Der Bachelorstudiengang Theatertechnik ist praxisorientiert aufgebaut. Absolventinnen und Absolventen sind so auf ihre spätere Tätigkeit bestens vorbereitet. Sie lernen den Bereich des Theaters und die angrenzenden Gebiete in einem breitem Spektrum kennen.

Den Praxisbezug erfahren die Studierenden in den umfangreichen Laborübungen sowie in den durchzuführenden Projektarbeiten, in denen anhand von Beispielen aus der Theaterbranche Lösungen erarbeitet und umgesetzt werden müssen.

Unsere Absolventinnen und Absolventen sind so in der Lage zielgerichtet, anwendungsorientiert und fachübergreifend zusammenzuarbeiten.

Studiendauer und -abschluss

Das Bachelorstudium umfasst sieben Semester.

Darin enthalten sind ein Praxisprojekt im 5. Semester und die Abschlussarbeit im 7. Semester. Diese führt zum Abschluss Bachelor of Engineering (B. Eng.).

Der Bachelorabschluss ist die Zulassungsvoraussetzung für ein Masterstudium.

Berufliche Perspektiven

Studierende der Theatertechnik – im deutschsprachigen Raum einzigartig – erwerben die Voraussetzungen, um technische Abteilungen von Theatern oder Veranstaltungsstätten zu leiten, als Ingenieur/-in in der Theaterindustrie bzw. als Fachplaner/-in zu arbeiten oder Bildenden Künstlerinnen und Künstlern technisch zur Seite zu stehen.

Unsere Absolventinnen und Absolventen verfügen über beste Qualifikationen in technischer, organisatorischer und gestalterischer Hinsicht.

Der Bedarf an gut ausgebildeten Führungskräften übersteigt aufgrund des des Wachstums in der Branche momentan das Angebot.

Die Arbeit in Theatern erfordert die Fähigkeit künstlerische Vorgaben, zuweilen aufwändige Technik und wirtschaftliche Aspekte, kompetent und interdisziplinär in Einklang zu bringen. Der ökonomische Druck auf die Theater erfordert ein professionelles Management und eine effiziente Organisation der technischen Abläufe.

Die Tätigkeit in der Theaterindustrie und in der Fachplanung erfordert neben den ingenieurwissenschaftlichen Kenntnissen in hohem Maße das Wissen über die technischen Abläufe in Theatern und Veranstaltungsstätten, sowie Kreativität auf der Suche nach gestalterischen Möglichkeiten und deren sichere technische Umsetzung. Nur so lässt sich die Planung und Ausführung oft außergewöhnlicher Herausforderungen maßgerecht ausrichten, denn alles geschieht hier live.

Durch ihr Studium sind die Absolventinnen und Absolventen kompetente und verantwortliche Partner für die Leiter/-innen von Theatern und Veranstaltungen. Als "Verantwortliche für die Veranstaltungstechnik" lt. Versammlungsstättenverordnung (mind. 1 Jahr Praxiserfahrung nach dem Bachelorabschluss) sind die Alumi des Studienganges für die leitenden Aufgaben in dieser wachsenden Branche bestens gerüstet.

Studienplan

1. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS LP P/WP FB
B01 Mathematik I: Lineare Algebra I, Analysis I 6 5 P II
B02 Zeichnerisches Darstellen 4 5 P VIII
B03 Technische Mechanik: Statik starrer Körper 4 5 P VIII
B04 Grundlagen der BWL 4 5 P I
B05 Theatraler Raum I: Von der Antike zur Theaterreform 4 5 P VIII
B06 Theatertechnische Grundlagen I: Technik 4 5 P VIII
2. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS LP P/WP FB
B07 Mathematik II: Lineare Algebra II, Analysis II 4 5 P II
B08 Technische Mechanik II: Festigkeitslehre 4 5 P VIII
B09 Maschinenelemente und Konstruktion I: Grundlagen 2 3 5 P VIII
B10 Elektrotechnik II 4 2 5 P VII
B11 Werkstoffkunde für Veranstaltungstechnik 4 2 5 WP VIII
B12 Theatraler Raum II: Theater im 20. Jahrhundert 4 5 WP VIII
3. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS LP P/WP FB
B13 Theatertechnische Grundlagen II: Technische Hilfsmittel, Betrieb und Sicherheit 2 2 5 P VIII
B14 Technische Mechanik III: Kinetik 4 5 P VIII
B15 Maschinenelemente und Konstruktion II: Übertragungselemente 2 3 5 P VIII
B16 Antriebstechnik 4 5 P VII
B17 Grundlagen der 3D-Darstellung 2 2 5 P VIII
B18 Fertigungsverfahren 3 1 5 P VIII
4. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS LP P/WP FB
B19 Maschinenelemente und Konstruktion III: Getriebe 2 2 5 P VIII
B20 Dekorationsbau I: Betriebliche Abläufe, Planung und Umsetzung 2 2 5 P VIII
B21 Tontechnik 4 5 P VIII
B22 Lichttechnik 2 2 5 P VIII
B23 Szenographie I: Grundlagen 2 2 5 P VIII
B24 Wahlpflichtmodul I 4 5 WP VIII
Wahlpflichtmodule
WP01 Gebäudetechnik und -management 4 5 WP VIII
WP02 Projektstudium 4 5 WP VIII
5. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS LP P/WP FB
B25 Betriebs- und Personalführung 4 5 P I
B26 Studium Generale I 2,5 WP I
B27 Studium Generale II 2,5 WP I
B28 Praxisprojekt 15 P VIII
6. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS LP P/WP FB
B29 Kolloquium 2 5 P VIII
B30 Baurecht 4 5 P I
B31 Szenographie II: Gestalterische Elemente und Entwurf 2 2 5 P VIII
B32 Methodisches Konstruieren I: Grundlagen 2 2 5 P I
B33 Bühnentechnische Anlagen I: Auslegung 2 2 5 P VIII
B34 Veranstaltungsmanagement 4 5 P VIII
B35 Wahlpflichtmodul II 4 5
Wahlpflichtmodule
WP03 Dekorationsbau II: Materialauswahl und Auslegung 4 5 WP VIII
WP04 Lichtgestaltung und Projektion 4 5 WP VIII
7. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS LP P/WP FB
B36 Antriebssteuerung 2 2 5 P VII
B37 Wahlpflichtmodul III 4 5 WP VIII
B38 Wahlpflichtmodul IV 4 5 WP VIII
B39 Abschlussprüfung 15 P VIII
B39.1 Bachelorarbeit 12 P VIII
B39.2 Mündliche Prüfung 3 P VIII
Wahlpflichtmodule
WP05 Bühnentechnische Anlagen II: Konzeption und Entwurf 4 5 WP VIII
WP06 Szenographie III: Von der Idee zur Umsetzung 4 5 WP VIII
WP07 Kommunikations- und Videotechnik 4 5 WP VIII
WP08 Methodisches Konstruieren II: am Theater 4 5 WP VIII

Quelle: Amtliche Mitteilung, 36. Jahrgang, Nr. 07/2015 vom 16.03.2015

SWS: Semesterwochenstunden, SU: Seminaristischer Unterricht, Ü: Übung, P: Pflichtmodul, WP: Wahlpflichtmodul, Cr: Credits, LP: Leistungspunkte, AW: allgemeinwissenschaftlich, FB: für die Durchführung eines Moduls zuständiger Fachbereich