Antidiskriminierung


Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt

Verschiedene Gesetze befassen sich mit der Definition des Sachverhalts der sexualisierten Belästigung und Diskriminierung, seinen Auswirkungen auf die betroffene Person, benennen einen möglichen Sanktionsrahmen und formulieren das Recht Beschwerde zu führen. Auf dieser Grundlage wirkt die Beuth Hochschule aktiv Grenzüberschreitungen entgegen:

„Die Beuth Hochschule setzt sich für eine Hochschulkultur ein, in der es keine sexualisierte Diskriminierung, Belästigung oder Gewalt gibt. Vorfälle werden verfolgt.“(Satzung zur Chancengleichheit der Geschlechter § 8 (1))

Auszüge aus den relevanten Abschnitten der Gesetzgebung

Landesgleichstellungsgesetz (LGG) | § 12 Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

(1) Sexuelle Belästigung sind Diskriminierungen. Es gehört zur Dienstpflicht von Beschäftigten mit Vorgesetzten- und Leitungsfunktionen, sexuellen Belästigungen von Beschäftigten entgegenzuwirken und bekannt gewordenen Fällen sexueller Belästigung nachzugehen.

(2) Sexuelle Belästigung sind insbesondere unerwünschter Körperkontakt, unerwünschte Bemerkungen, Kommentare und Witze sexuellen Inhalts, Zeigen pornographischer Darstellungen am Arbeitsplatz sowie Aufforderungen zu sexuellen Handlungen, die bezwecken oder bewirken, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.

(3) Sexuelle Belästigungen sind Dienstrechtsverletzungen.

(4) Die Beschwerde von Betroffenen darf nicht zu Benachteiligungen führen.

Allgemeines Gleichstellungsgesetz (AGG) | § 3 (4)

Eine sexuelle Belästigung ist eine Benachteiligung in Bezug auf § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 4, wenn ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesem, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen gehören, bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.

Satzung der Beuth-Hochschule für Technik Berlin zur Chancengleichheit der Geschlechter | § 8 Schutz der Hochschulmitglieder vor sexualisierter Diskriminierung und Gewalt

(2) Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt bezeichnen ein Verhalten, das gegen die körperliche und seelische Integrität des Gegenübers gerichtet ist und mit der Geschlechtlichkeit sowohl des Täters oder der Täterin wie auch des Opfers in Zusammenhang steht. Insbesondere wird geschützt vor

  • entwürdigenden und sexualisierten Bemerkungen über Personen oder deren Körper,
  • sexuell herabwürdigende Gesten und Verhaltensweisen,
  • Exhibitionismus,
  • verbaler und bildlicher Präsentation pornografischer oder sexistischer Darstellungen,
  • unangebrachte und unerwünschte Körperkontakten,
  • körperliche Übergriffen,
  • Stalking,
  • einem Umfeld, welches durch Einschüchterung, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnet ist.

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Verfahrenshinweise

  • Nehmen Sie Ihre Wahrnehmung ernst, wenn Sie Situationen als unangemessen, unangenehm oder beängstigend erlebt haben.
  • Teilen Sie ihrem Gegenüber deutlich mit, welche Verhaltensweisen Sie als belästigend empfunden haben. Formulieren Sie Ihre Vorstellungen für sein oder ihr zukünftiges Verhalten.
  • Dokumentieren Sie Zeit, Ort und Umstände des Vorfalls, um eine Beschwerde zu untermauern.
  • Es ist immer sinnvoll, Vorfälle anzuzeigen. Sie können dabei die Unterstützung der Frauenbeauftragten einholen.
  • In einem vertraulichen Beratungsgespräch klären wir Ihr Anliegen und besprechen mögliche Optionen.
  • Bei Einleitung eines formellen Verfahrens wird unter Umständen eine formelle Anhörung beider Konfliktseiten notwendig. Dies ist auch der Zeitpunkt im Verfahren, wo die Anonymität in der Regel aufgegeben werden muss.
  • Welche Sanktionen möglich und notwendig sind, hängt vom Schweregrad der Vorfalls ab und welcher Statusgruppe der Belästiger oder die Belästigerin angehört.

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Interne Kontakt- und Beratungsangebote

Pförtner/Wachschutz
Haus Grashof (24 Stunden)
Telefon (mobil): 0151 1462 9907
Telefon: 030 4504-2444

Zentrale Frauenbeauftragte
Susanne Plaumann
Telefon: 030 4504-2393
frauenbeauftragte@beuth-hochschule.de

Angebote nach Zielgruppen
Zielgruppe Beratungs- bzw. Beschwerdestelle Kontakt/Telefon
alle Mitglieder der Hochschule Hochschulleitung 030 4504-2335
weibliche Mitglieder des Bereichs der Hochschule Dezentrale Frauenbeauftragte Liste der Frauenbeauftragen
Beschäftigte Personalrat 030 4504-2401
Schwerbehinderte Beschäftigte Schwerbehindertenvertretung 030 4504-5005
Beschäftigte Amtsarzt/Psychologische Beratung Kontakt
Studierende Zentrale Studienberatung/Psychologische Beratung 030 4504-2020
Studierende AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) 030 4504-2525
Auszubildende JAV (Jugendauszubildendenvertretung) Kontakt
Beschäftigte AGG Beauftragter

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Externe Beratungsangebote zu körperlicher Gewalt

LARA.

Krisen- und Beratungszentrum für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen

  • Unbürokratische Hilfen für Frauen, Mädchen und Trans*Personen nach dem 14. Lebensjahr, die eine Vergewaltigung, sexuelle An- und Übergriffe und sexuelle Belästigung erfahren haben
  • Gründsätzlich ist die Unterstützung unabhängig davon, ob Sie die Tat(en) zur Anzeige gebracht haben oder nicht, aber Mitarbeiterinnen von LARA können Ihnen bei der Entscheidung behilflich sein, ob Sie die Tat(en) zur Anzeige bringen wollen. Hierzu gibt es die Möglichkeit einer kostenlosen Rechtsberatung durch erfahrene Anwätinnen.
  • Die Unterstützung ist unanhängig davon, wie lange die Taten zurückliegen und von wem sie begangen wurden. Die Mitarbeiterinnen stehen unter Schweigepflicht.

Fuggerstrasse 19, 10777 Berlin Schöneberg
Telefon: 030 2168888
mehrsprachige Webseite

Frauenraum.

Fachberatung- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt

  • Wenn Frauen körperliche, sexuelle und seelisce Gewalt in ihrer Ehe oder Partnerschaft erleben oder erlebt haben, können Sie hier Hilfe und Unterstützung finden.
  • Rechtsberatung und Psychologische Beratung nach Absprache, Kinderbetreuung möglich.

Torstrasse 112, 10119 Berlin
Telefon: 030 448-4528
mehrsprachige Webseite

Bundesweites Hilfetelefon „Gewalt an Frauen“

  • Kostenloses Angebot, das Hilfetelefon ist über die Internetseite auch mit Gebärdendolmetschung erreichbar
  • Über die Webseite auch Informationen zu Cybermobbing, Gewalt im Namen der „Ehre“ und Zwangsverheiratung

Telefon: 08000 116 016
www.hilfetelefon.de

Frieda Beratungszentrum für Frauen - Anti-Stalking-Projekt

  • Informationen, Beratung, Hilfe und Begleitung für Frauen, Angehörige und Multiplikatorinnen in Berlin

Telefonische Terminvereinbarung 030 422 4276

Webseite

Wildwasser.

Arbeitsgemeinschaft gegen sexuellen Mißbrauch an Mädchen e.V.

  • Anonymes und kostenfreies Abgebot für Frauen, Mädchen und Trans*Personen, die in erster Linie von sexuellem Missbrauch betroffen sind
  • Offene Erstberatung ohne vorherige Anmeldung, für Frauen und Trans*, die in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erlebt haben oder dies vermuten

Friesenstrasse 6, 10965 Berlin Kreuzberg
www.wildwasser-berlin.de

Tauwetter e.V.

  • Offen für alle, die als Junge von sexualisierter Gewalt betroffen waren.
  • Für alle, die heute als Männer leben, und als Kind oder Jugendliche egal welchen Geschlechts sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren.
  • Und für alle, die sich nicht in das Schema der zwei Geschlechter (männlich/weiblich) pressen lassen wollen, und denen als Kinder oder Jugendliche sexualisierte Gewalt widerfahren ist.

Geneisenaustr. 2a, 10961 Berlin
Telefon: 030 693 80 07
www.tauwetter.de

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