Hochschulkarriere für FH-Absolventinnen

Hochschulkarriere für FH-Absolventinnen aus Familien ohne Hochschulerfahrung und/oder mit Migrationsgeschichte

Ziel des Projektes ist es, geeignete Masterabsolventinnen und Alumnae der Beuth Hochschule aus Familien ohne Hochschulerfahrung und/oder mit Migrationsgeschichte zu ermutigen und dabei zu unterstützen, eine Karriere mit dem Berufsziel FH-Professur zu verfolgen. Dafür wird ein auf die Zielgruppe abgestimmtes Förderprogramm entwickelt, das diese Absolventinnen frühzeitig zu einer Promotion motiviert und ihnen Möglichkeiten aufzeigt, die erforderlichen weiteren Qualifikationen zu erwerben. Längerfristig soll auf diese Weise auch die Anzahl von interessierten Bewerberinnen an FH-Professuren, v. a. in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), erhöht werden und die Zahl von Professorinnen gesteigert werden.

Hintergrund für das Projekt ist, dass in Deutschland derzeit inzwischen genauso viele Frauen wie Männer ein Studium absolvieren und auch die Zahl der promovierenden bzw. promovierten Frauen im letzten Jahrzehnt deutlich gestiegen ist. Doch noch immer gibt es deutlich weniger Professorinnen an Hochschulen als Professoren – bundesweit ist das Verhältnis bei rund 22 zu 78 Prozent. Gerade in den MINT-Fächern ist der Anteil der Frauen als Promovendinnen und Professorinnen weit unter dem Durchschnitt. Zudem gibt es bislang kaum Professorinnen, die Migrationsgeschichte haben und/oder aus Familien ohne Hochschulerfahrung kommen. An der Beuth Hochschule studieren jedoch bereits über 30 Prozent Studierende mit einer zweiten Muttersprache und sehr viele kommen aus Familien ohne Hochschulerfahrung. In den nächsten Jahren findet bei den Professuren ein Generationenwechsel statt, der gute Chancen birgt, zu einem ausgewogeneren Verhältnis zu kommen. Dazu möchte dieses Projekt langfristig beitragen.