Verfahrenstechnik

Masterstudiengang am Fachbereich VIII

NC: ja
Studienbeginn: Wintersemester, Sommersemester
Akkreditiert: ja
Abschluss: Master of Engineering
Fachsemester: 3
Vorpraktikum: nicht erforderlich

Voraussetzungen

Zulassungsbedingungen

  • Der Studiengang setzt Kenntnisse voraus, wie sie im Bachelorstudiengang „Verfahrens- und Umwelttechnik“ der Beuth Hochschule vermittelt werden.
  • Selbstverständlich ebenfalls geeignet sind Bachelor- und Diplomabschlüsse im Bereich der Verfahrens- und Umwelttechnik anderer Hochschulen.
  • Bei weniger als 210 (aber mindestens 180) Creditpunkten werden zusätzliche Module vorgegeben, die bis zum Beginn der Abschlussarbeit abzuschließen sind.

Bewerbung

Das Studium wird in der Regel im Sommersemster begonnen.

Bewerbungszeitraum: 15. Oktober bis 15. Januar

Bei freien Plätzen werden auch zum Wintersemester Studierende aufgenommen. Diese beginnen das Studium mit den Lehrveranstaltungen des zweiten Studienplansemesters.

Bewerbungstermin: 15. April bis 15. Juli

Bewerbung

Das Studium

Studieninhalte

Das Studium umfasst drei Semester und ist in Module (Fächer) gegliedert. In allen Modulen sind studienbegleitend Leistungsnachweise zu erbringen.

Im Masterstudium wird die natur- und ingenieurwissenschaftliche Ausbildung vertieft. Dazu gehören die Vertiefung auf den Gebieten der klassischen Verfahrenstechnik und die numerische Lösung verfahrenstechnischer Aufgabenstellungen unter Nutzung kommerzieller Programme.

Das betrifft die Anwendung von Finite-Elemente-Methoden zur Lösung sowohl konstruktiver Aufgaben (Strukturmechanik) als auch zur Lösung von Multiphysikaufgaben (Kopplung z. B. von Temperatur- und Konzentrationsfeldern), die Strömungssimulation mittels CFD (Computergestützte Fluid Dynamik) und PFC (Particle Flow Code) und auch die Simulation verfahrenstechnischer Apparate und Schaltungen.

Die Lehrveranstaltungen werden in kleinen Gruppen nach seminaristischem Prinzip durchgeführt: Vortrag und Diskussion wechseln in pädagogisch sinnvoller Weise. Die Projektbearbeitung im Labor dient der Vertiefung des Lehrstoffs und vermittelt praxisbezogene Methoden und ein „Gefühl“ für den erarbeiteten Stoff.

Das dritte Studiensemester dient der Anfertigung der aus einer praxisrelevanten Problemstellung abgeleiteten Masterabschlussarbeit.

Praxisbezug

Der hohe Praxisbezug des Studiengangs wird erreicht durch die praxisnahe Vermittlung des Lernstoffes in Form von Seminaren und praktischen Übungen sowie die Erarbeitung der Masterabschlussarbeit in der Praxis oder in enger Kooperation mit der Praxis. 

Forschung

Masterstudierende werden in die Forschungsprojekte in der Verfahrenstechnik einbezogen, das betrifft die Module „Verfahrenstechnik-Labor“ und „Life Science Engineering Labor“ sowie die Abschlussarbeiten.

Forschungsschwerpunkte:

  • Im Zentrum für Simulation komplexer Systeme werden numerische Verfahren zur Struktursimulation (FEM), zur Strömungssimulation (CFD) und deren Kopplung zur Berechnung von Fluid-Struktur-Wechselwirkungen genutzt. Beispiele sind die Untersuchung von Mehrphasenströmungen und die Entwicklung anpassungsfähiger Leitprofile in Strömungsmaschinen nach dem Vorbild der Fischflosse (Bionik).
  • Katalytische Nachverbrennung und Adsorption zur Reduktion von Schadstoffen (Lösungsmittel) in Abluft im Labor für Thermische Verfahrenstechnik.
  • Untersuchungen zur Maßstabsübertragung beim Mischen in Rührbehältern und zum Fließverhalten von Schüttgütern in Silos im Labor für Mechanische Verfahrenstechnik.
  • Untersuchung nichtlinearer dynamischer Verhaltensweisen in komplexen verfahrenstechnischen Prozessen im Labor für Regelung und Prozesssimulation.
  • Verbesserung der Wertschöpfung biologischer Substrate durch neue Aufarbeitungstechniken, Optimierung und Standardisierung von Biogasanlagen sowie Auslegung und Optimierung von Abwasser- und Abluftreinigungsanlagen im Labor für Bioverfahrenstechnik.

Die Mehrzahl der Forschungsaufgaben dient der Erhöhung der Nachhaltigkeit – durch Verbesserung der Ressourceneffizienz bzw. der Verringerung schädlicher Umweltauswirkungen.

Studiendauer und -abschluss

 Die Regelstudienzeit beträgt drei Semester und führt zum Hochschulabschluss Master of Engineering (M.Eng.). 

Berufliche Perspektiven

Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Verfahrenstechnik sind in der Lage, anspruchsvolle Ingenieuraufgaben in den unterschiedlichsten verfahrenstechnischen Anwendungsfeldern vieler Branchen erfolgreich zu bearbeiten.

Verfahrensingenieurinnen und Verfahrensingenieure entwickeln, realisieren und betreiben Herstellungsverfahren, in denen mittels chemischer, biologischer und physikalischer Prozesse hochwertige Produkte mit gewünschten Eigenschaften aus geeigneten Rohstoffen erzeugt werden.

Sie arbeiten meist im Team – sowohl bei der Erforschung der Grundlagen und der Entwicklung neuer Verfahren und Produkte als auch bei deren Umsetzung in die betriebliche Praxis oder als Ingenieur/-in im Anlagenbetrieb.

Mit dem Masterabschluss erlangen die Absolventinnen und Absolventen die Befähigung für den höheren Dienst.

Einsatzbereiche finden sich breit gefächert in den Unternehmen der Chemie-, Pharma- und petrolchemischen Industrie, der Grundstoff- und Baustoffindustrie, der Energietechnik, der Ver- und Entsorgungstechnik und des Apparate- und Anlagenbaus.

Beispiele:

  • Herstellung von Benzin aus Erdöl
  • Herstellung von Kunststoffen aus Erdölfraktionen
  • Herstellung pharmazeutischer Produkte aus Grundchemikalien
  • Reinigung von Abwasser und Abluft durch Mikroorganismen
  • Recycling von Wertstoffen

Bearbeitet werden darüber hinaus umwelttechnische Fragestellungen in allen Branchen.

Auch in Beratungsunternehmen, im Handel, in Versicherungen, Ingenieurbüros und in kommunalen Einrichtungen wie Wasserwerken, Polizei und Feuerwehr werden Ingenieurinnen und Ingenieure gebraucht.

Im Masterstudiengang wird sowohl fachliches Grundlagenwissen vermittelt als auch die Fähigkeit, dieses Grundlagenwissen unter Abwägung verschiedener Lösungswege sowohl alleine als auch im Team anzuwenden und die erarbeitete Lösung dann zu präsentieren. Zusätzlich erforderlich sind Kreativität, methodisches Vorgehen sowie ein großes Maß an Sorgfalt.

Studienplan

1. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS Cr P/WP FB
M01 Numerik – Optimierung 4 5 P II
M02 Simulation verfahrenstechnischer Prozesse 2 2 5 P VIII
M03 Life Science Engineering 4 5 P VIII
M04 Verfahrenstechnische Prozesse 4 5 P VIII
M05 Verfahrenstechnik-Labor 5 5 P VIII
Wahlpflichtmodule
WP02 Explizite Finite Elemente Methode 2 2 5 WP VIII
WP06 Lösung technischer Problemstellungen aus der Praxis (Projekt) 4 5 WP VIII
WP07 Labor Projekt Erneuerbare Energien und Verfahrenstechnik 4 5 WP VIII
WP08 Ausgewählte Kapitel der Prozessverfahrenstechnik 2 2 5 WP VIII
2. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS Cr P/WP FB
M06 Studium Generale I 2 2,5 WP I
M07 Studium Generale II 2 2,5 WP I
M08 Transportprozesse 2 2 5 P VIII
M09 Computergestützte Fluiddynamik (CFD) 2 2 5 P VIII
M10 Life Science Engineering Labor 4 5 P VIII
M11 Projektmanagement/Personalführung 4 5 P I
Wahlpflichtmodule
WP01 Förderanlagen, Aufbau und Steuerung 2 2 5 WP VIII
WP03 Energiewirtschaft, Vertiefung 2 2 5 WP VIII
WP04 Ausgewählte Kapitel der Umweltverfahrenstechnik 2 2 5 WP VIII
WP05 Beanspruchungsanalyse (Projekt) 4 5 WP VIII
3. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS Cr P/WP FB
M12.1 Masterarbeit 25 P VIII
M12.2 Kolloquium zur Masterarbeit 5 P VIII
Hinweis zu Wahlpflichtmodulen

Insgesamt müssen 2 WP-Module nachgewiesen werden.

Nach Absprache mit Dekan/der Dekanin kann ein technisches Modul aus einem anderen Masterstudiengang gewählt werden.

Quelle: Amtliche Mitteilung, 34. Jahrgang, Nr. 21 vom 21.12.2011

SWS: Semesterwochenstunden, SU: Seminaristischer Unterricht, Ü: Übung, P: Pflichtmodul, WP: Wahlpflichtmodul, Cr: Credits, LP: Leistungspunkte, AW: allgemeinwissenschaftlich, FB: für die Durchführung eines Moduls zuständiger Fachbereich

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14.10.2016 · 14:00 Uhr
Hoffest
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Nicole P. | Biotechnologie (Bachelor)