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Master-Studiengang Medizinische Informatik Online

Studienziel und Berufsbild
Als medizinische Informatik wird ein interdisziplinäres Fachgebiet bezeichnet, bei dem Methoden und Werkzeuge der Informatik für die Informationsverarbeitung in der Medizin eingesetzt werden.
Ziel des an der Beuth Hochschule für Technik Berlin angebotenen Master-Fernstudiengangs ist es, Medizinern Kenntnisse zu vermitteln, die für die Informationsverarbeitung im Gesundheitswesen notwendig sind. Informatiker haben die Möglichkeit, medizinwissenschaftliche Kenntnisse zu erwerben und auf diese Weise einen Einstieg in die medizinische Informatik zu finden.
Aus der Verbindung von profundem medizinischen Wissen und guten Kenntnissen in der Aufnahme, Analyse, Verarbeitung und Darstellung von medizinischen Daten unterschiedlichster Art ergeben sich sehr gute Einsatzmöglichkeiten für unsere Absolventen/innen in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens, aber auch in der pharmazeutischen Industrie sowie bei Hard- und Softwareentwicklern. Auch in vielen Bereichen der medizinischen und medizintechnischen Forschung ist diese Zusatzqualifikation von Vorteil, ebenso für eine Tätigkeit im Management einer Gesundheitseinrichtung.
Typische Tätigkeiten unserer Absolventen/innen sind beispielsweise:
- Analyse, Planung und Realisierung von Informationssystemen für Arztpraxen, Krankenhäuser etc.
- Anbindung medizintechnischer Systeme an Informationssysteme sowie Messwertverarbeitung und -analyse
- Anbindung bildgebender Verfahren an Informationssysteme sowie Bildverarbeitung und -analyse
- Aufbau und Pflege von medizinischer Verschlüsselungs- und Dokumentationssystemen
- Aufbau und Pflege von Literatur- und Wissensdatenbanken zur Entscheidungsunterstützung oder von Datenbanken für epidemiologische Studien
- Erfassung und Verarbeitung von klinischen Parametern (Auswertung klinischer Studien), z.B. EKG-Analyse, Biosignalverarbeitung in der Intensivmedizin (Monitoring)
- Austausch von Informationen über Computernetzwerke (elektronische Patientenakte, Übertragung von Bilddaten)
- Simulation und Optimierung von diagnose- und therapieunterstützenden Systemen
Der Master-Fernstudiengang "Medizinische Informatik" ist das Ergebnis einer konsequenten Weiterentwicklung des seit 1996 bestehenden gleichnamigen Diplom-Aufbaustudiengangs "Medizinische Informatik", indem er sowohl inhaltlich an die gegenwärtigen Markterfordernisse als auch didaktisch an die Bedürfnisse von Berufstätigen angepasst wurde. Themenbeispiele von bisher angefertigten Masterarbeiten finden Sie hier.
Der Aufbaustudiengang "Medizinische Informatik" wurde 2007/08 von der Akkreditierungsagentur ASIIN akkreditiert.
Studieninhalte
Inhaltliche Schwerpunkte sind klassische Fächer der Informatik und Mathematik wie Programmieren, Einführung in die Informatik, Datenbanken sowie Statistik/Biometrie. Sie bilden eine solide fachliche Grundlage für die darauf aufbauenden anwendungsbezogenen Fächer: Bildverarbeitung, Biosignalverarbeitung, medizinische Dokumentation sowie Informations- und Kommunikationssysteme und Gesundheitsökonomie.
Bereits im Rahmen der Projektarbeit erstellen die Studierenden eine komplexe Web-Applikation mit eingebundenen Graphiken, Videos und selbst erstellten Animationen.
Je nach Interessenschwerpunkt können im 4. Studienplansemester einzelne Bereiche vertieft werden, z.B. die Bild gebenden Verfahren oder die Verfahren der Medizintechnik / Telemedizin. Ebenso ist es möglich, seine Kenntnisse im Bereich der angewandten medizinischen Biometrie und Epidemiologie auszubauen.
Hochschulabsolventen aus dem Bereich der Informatik können Äquivalenzmodule mit medizinischem Inhalt wie Anatomie und Physiologie, EDV-Systeme in der klinischen Forschung, Pathophysiologie und Pharmakologie und Klinisches Datenmanagement belegen.
Den Studienplan für Mediziner können Sie sich hier ansehen.
Den Studienplan für Informatiker können Sie sich hier ansehen.
Abschluss
Der Studiengang Medizinische Informatik ist auf 4 Studienplansemester angelegt. Hinzu kommt ein Semester, in dem die Masterarbeit angefertigt wird.
Das Studium wird mit dem Master of Science (M.Sc.) abgeschlossen.
Parallel hierzu können Ärzte einen Antrag auf Führung der Zusatzbezeichnung „Medizinische Informatik“ bei der zuständigen Ärztekammer stellen, sofern die anderen Voraussetzungen der Weiterbildungsordnung erfüllt sind. Gemäß der aktuellen Weiterbildungsordnung ist es erforderlich, zwei Wahlpflichtmodule im 4. Semester zu belegen, wodurch weitere Kosten entstehen.
Weiterführende Informationen:
