Sommersemester 2020

Wichtiges Signal: Die Berliner Hochschulen setzen sich für das Sommersemester 2020 ein. Auch an der Beuth Hochschule werden digitalisierte Lehr-, Lern- und Prüfungsformen mit Hochdruck entwickelt. Kreativität ist gefordert, besonders um Laborübungen und Projektarbeiten durch digitale Formate zu ersetzten.

Foyer Haus Grashof auf dem Campus der Beuth Hochschule
Bild: Karsten Flügel

Die Berliner Hochschulen werden alles in ihrer Macht stehende organisieren, um für die mehr als 150.000 Studierenden kontaktlose Formate zu entwickeln und, wo möglich, beginnend zum 20. April 2020 umzusetzen. Darauf verständigten sich die Mitglieder der Berliner Landeskonferenz der Rektorinnen/Rektoren und Präsidentinnen/Präsidenten (LKRP). 

Prof. Dr. Werner Ullmann, Präsident der Beuth Hochschule für Technik Berlin, ist zur Zeit stellvertretender Vorsitzender der LKRP. Für ihn steht die Beuth Hochschule, eine der größten technisch ausgerichteten Hochschulen in Deutschland, vor ganz besonderen Herausforderungen beim Bestreben, so viel wie möglich vom Sommersemester zu ermöglichen:

„Die für eine technische ‚University of Applied Sciences‘ typischen Laborübungen und Projektarbeiten lassen sich nur sehr bedingt durch digitale Formate ersetzten. Hier ist besondere Kreativität gefordert, um fehlendes ‚hands on‘ durch begleitende und ergänzende digitale Komponenten zu kompensieren. Die zusätzlich vom Senat bereitgestellten Mittel im Programm VirtualCampusBerlin sind daher mehr als willkommen, um die erforderlichen Anstrengungen auch finanziell stemmen zu können. Dies betrifft nicht nur unsere Lehre, sondern auch unsere Forschung: die Forschungsteams können nicht mehr in gewohnter Weise zusammen kommen, können ihre Versuchsanlagen nicht mehr in dem geplanten Umfang betreiben. Auch hier bedarf es zusätzlicher IT-technischer Infrastruktur. Und schließlich ist auch unsere Verwaltung in hohem Maß betroffen: die notwendigen Umplanungen bei der Koordination der Prüfungen und des Lehrbetriebs, die Neu-Organisation von Geschäftsprozessen, das Beauskunften der Studierenden – mit ihren verständlich vielen Fragen – beanspruchen zusätzliche Personalkapazität und benötigen eine solide digitale Plattform.

In Namen der Beuth Hochschule danke ich dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller sowie dem Staatssekretär Steffen Krach, der über eine Taskforce unter Einbezug aller Berliner Wissenschaftseinrichtungen die notwendigen Weichenstellungen anregt und abstimmt. Berlin ist als größter Wissenschafts- und Hochschulstandort Deutschlands auch in dieser Krisenzeit bestens aufgestellt.“

Mit dem Entschluss, den Berliner Hochschulen eine zusätzliche finanzielle Unterstützung und damit eine zügige Weiterentwicklung und Umsetzung digitalisierter Lehr-, Lern- und Prüfungsformen zu gewähren, setze die Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung ein wichtiges Zukunftssignal.

Das Ausrufen eines generellen „Nicht-Semesters“ halten die Vertreter/-innen der Berliner Hoschulen zum jetzigen Zeitpunkt für kontraproduktiv. Das Signal der Berliner Hochschulen laute stattdessen: Ermöglichung und digitaler Aufbruch. Die LKRP hat dazu am 24.03.2020 ein gemeinsames Statement veröffentlicht: Wichtiges Signal: Berliner Hochschulen setzen sich für Sommersemester 2020 ein


VirtualCampusBerlin: 10 Mio. Euro Sofortprogramm für digitale Lehre​
Pressemitteilung der Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung vom 23.03.2020

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