Ausgezeichnet: Dissertation in Data Science

Sebastian Arnold hat in seiner Doktorarbeit Lösungen entwickelt, um spezialisierte Texte maschinell verarbeitbar zu machen. Die Arbeit zeigt einmal mehr die Forschungsstärke von Fachhochschulen und wurde als beste Dissertation von der Université de Fribourg ausgezeichnet.

TASTY ist ein interaktiver Texteditor mit Entitäten-ErkennungBild: Sebastian Arnold
Dr. Sebastian Arnold erhielt den Fakultätspreis 2021 in „Theoretical Sciences“Bild: Sebastian Arnold

Die Fakultät „Science and Medicine“ der Université de Fribourg in der Schweiz hat dem Beuth-Doktoranden Dr. Sebastian Arnold den Fakultätspreis für die beste Dissertation in „Theoretical Sciences“ des Jahres 2021 verliehen.

Im Rahmen einer kooperativen Promotion forschte Arnold von 2015 bis 2020 an der Beuth Hochschule im Forschungszentrum Data Science bei Prof. Alexander Löser sowie bei Prof. Philippe Cudré-Mauroux an der Université de Fribourg.

Seine Arbeit trägt den Titel „Neural Machine Reading for Domain-Specific Text Resources“. Sie verfolgt das Ziel, insbesondere Textdokumente aus spezialisierten Themengebieten – zum Beispiel im Gesundheitswesen, in der Medizin, Geopolitik oder Industrie – automatisiert zu verstehen und maschinell verarbeitbar zu machen. Texte aus diesen Themengebieten setzen ein großes Hintergrundwissen voraus und sind oft nur von Expert/-innen zu verstehen.

Arnold erläutert:

„Kern der Arbeit sind drei wesentliche Modelle der Informationsextraktion, welche die Verfahren des tiefen maschinellen Lernens auf Basis künstlicher neuronaler Netze nutzen. Die vorgestellten Lösungen sind leistungsstark, können kostengünstig mit wenigen Trainingsdaten erstellt werden und weisen eine hohe Fehlertoleranz auf. Das macht sie ideal zum Einsatz in Unternehmen und im Kontext von Anwendungen mit menschlicher Interaktion.“

Prof. Dr. Alexander Löser, Leiter des Forschungszentrums Data Science der Beuth Hochschule, betont:

„Im Rahmen der Novelle des Berliner Hochschulgesetztes gibt es aktuell Anhörungen im Berliner Wissenschaftsausschuss, auch zum Promotionsrecht für forschungsstarke Bereiche an Berliner Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Die wirklich tolle Leistung von Dr. Arnold zeigt nochmals, dass eine Vergabe des Promotionsrechts für forschungsstarke Bereiche an Berliner HAWs mehr als zeitgemäß für die Hauptstadt ist.“

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