1,9 Mio Euro Förderung für digitale Lehre

Progressive Vernetzung im MINT-Labor: Der Ausschuss der neugegründeten Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ entschied im Rahmen eines bundesweiten Förderwettbewerbs für digitale Lehre, ein zukunftsweisendes Vorhaben der Beuth Hochschule zu fördern – mit stolzen 1,9 Millionen Euro.

Screenshot: Team der Antragstellenden feiert Förderung in einer Video-Konferenz
Stolze Gewinner*innen: Die Projektantragsstellenden im FreudentaumelBild: Martina Mauch

Das Projekt  „Interaktive Lehre in virtuellen MINT-Laboren“ der Beuth Hochschule gewann in einem mehrstufigen Auswahlverfahren eine Förderung des wettbewerblichen Programms „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“.

Ziel des Beuhth-Projekts ist es, die Möglichkeiten virtueller Labore konsequent mit digitalen Lehr-/Lernkonzepten zu verknüpfen und in die Breite der Hochschule zu tragen.

In einem hochschulinternen Entscheidungsprozess für Themen eines Projektantrages, den die Kommission zur Digitalisierung der Lehre begleitete, entschied sich die Hochschule, das Thema interaktive, praxisorientierte Präsenzlehre auch digital und virtuell in Studiengängen anbieten zu können.

Die Verknüpfung digitaler Möglichkeiten virtueller Labore im MINT-Bereich mit digitalen Lehr-/Lernkonzepten für die gesamte Hochschule zielt darauf ab, studentische Diversität zu unterstützen, die didaktische Qualität zu stärken und Studierende auf vernetzte Arbeitswelten vorzubereiten.

Innovative Interaktionsformate im virtuellen Bereich

Das Team der Projektanstragstellung, bestehend aus dem Projektleiter und Dekan des Fachbereichs V, Prof. Dr. Steffen Prowe, Dr. Martina Mauch, Leiterin des Kompetenzzentrums Digitale Medien, Prof. Dr. Joachim Villwock aus dem Fachbereich VIII, Lena Ziesmann, Referatsleiterin Qualitätsmanagement und Nicole Jödicke, Mitarbeiterin des Referats Studium und Lehre, umschreiben das Vorhaben wie folgt:

„Für das Projekt greifen wir das didaktische Potenzial der Virtualisierung von Laboren auf, um innovative Interaktionsformate im virtuellen Bereich zu verankern und damit neue Blended Learning und virtuelle Lehr-/Lernformate in Praxismodulen umzusetzen. Die reale Umgebung von Präsenzlaboren wird um die an unserer Hochschule vorhandenen technischen Möglichkeiten durch erweiterte (Augmented Reality, AR) und virtuelle Realität (VR) ausgebaut. Computergestützte Simulationen sollen die Merkmale der Präsenzlabore ersetzen, u. a. die Veranschaulichung von Ursache- und Wirkungszusammenhängen. Durch die Wiederholungsoption fördern virtuelle Realitäten ein spielerisches, anwendungsnahes und exploratives Lernen und ermöglichen einen nachhaltigen Kompetenzzuwachs.“

Programm „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“

Das Programm „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ ist die erste – und aufgrund der pandemiebedingten Herausforderungen vorgezogene – Förderbekanntmachung der im Jahr 2020 eingerichteten Treuhandstiftung Innovation in der Hochschullehre, die von der gemeinnützigen Toepfer Stiftung GmbH getragen wird.

Das Programm unterstützt Vorhaben, die Innovationen in Studium und Lehre vorantreiben und Lösungen für das Lehren und Lernen der Zukunft entwickeln. Den im Wettbewerb ausgewäglten Projekten stehen dafür insgesamt bis zu 330 Millionen Euro zur Verfügung, die bewilligte Fördersumme je Antrag bewegt sich zwischen 381.000 und 5.000.000 Euro.

Die Auswahlgremien stuften aus 264 eingereichten Anträgen 139 Projektvorhaben als förderwürdig ein – darunter zehn innovative Vorhaben von Berliner Hochschulen. Die maximal dreijährige Förderung der Projekte startet ab dem 01. August 2021.

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