Augenoptik vs. Optometrie

Was ist Optometrie und wie kann sie zur Gesundheitsförderung beitragen? Darüber informierte sich Staatssekretärin Ingrid Fischbach bei einem Besuch an der Beuth Hochschule. Sie besichtigte die Labore für Contactlinsen, Optometrie und Brillenanpassung im Haus Kurfürstenstraße.

Prof. Dr. Peter Moest und Staatssekretärin Fischbach im Labor für Contactlinsen
Prof. Dr. Peter Moest zeigt Staatssekretärin Fischbach die unterschiedlichsten Contactlinsen
Ingrid Fischbach im Gespräch mit Studierenden (Fotos: Jansen)
Ingrid Fischbach im Gespräch mit Studierenden (Fotos: Jansen)

Ingrid Fischbach (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, ist seit 1998 Mitglied im Bundestag und seit 2013 im Bereich Gesundheit tätig.

Begrüßt wurde die Staatssekretärin von Beuth-Vizepräsident Prof. Dr. Michael Kramp sowie Prof. Dr. Michael Reck, Dekan des Fachbereichs VII, und Prof. Dr. Holger Dietze, Leiter des Studiengangs Augenoptik/Optometrie.

Ingrid Fischbach nahm sich Zeit, um zu erfahren, was genau Optometrie ist und wie diese zur Gesundheitsförderung in der Zukunft beitragen kann.

Bei einem Rundgang durch die Labore für Contactlinsen, Optometrie und Brillenanpassung wurde die Politikerin durch die Laborleiter in die Materie eingeführt. Dabei kam sie mit Studierenden ins Gespräch und schaute ihnen bei ihrer praktischen Arbeit über die Schulter.

Optometristen als erste Ansprechpartner für Sehprobleme

In einem Impulsvortrag erläuterte Prof. Dr. Dietze den Unterschied zwischen Augenoptik und Optometrie:

Augenoptiker/-innen, so Dietze, seien versierte „Handwerker“, die für ihre Kunden individuelle Sehhilfen bestimmen, zum Teil anfertigen, abgeben und anpassen. Sehfunktionen werden untersucht und die Kunden bei Bedarf an den Augenarzt verwiesen.

Optometristinnen und Optometristen hingegen erheben und analysieren zusätzlich Befunde zur Gesundheit des Auges, weshalb die „Verdachtsdiagnostik“ sowie das Management von Augenkrankheiten oder Funktionsstörungen ebenso zu den Aufgaben gehören wie die Kooperation mit Augenärzten.

Ziel sei es, dass zukünftig entsprechend ausgebildete Fachkräfte als erste Ansprechpartner für Sehprobleme zur Verfügung stehen.

Einige europäische Länder, so beispielweise Großbritannien, Niederlande, Schweden und Irland, seien im Bereich der Optometrie schon weiter. Hier dürften ausgebildete Optometristen bereits Medikamente für spezielle Untersuchungen des Auges einsetzen.

Genau in diese Richtung wünschen sich Prof. Dietze und seine Kollegen die Weiterentwicklung der Optometrie in Deutschland. Schon jetzt ist jede Bachelorabsolventin/jeder Bachelorabsolvent der Beuth Hochschule sehr fundiert und nach internationalen Vorgaben auf dem Gebiet der Optometrie ausgebildet.

Staatssekretärin Fischbach betonte, dass ihr eine flächendeckende Versorgung im Bereich der Augenoptik/Optometrie sehr am Herzen liege. Der Erfahrungsaustausch soll fortgesetzt werden.

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