42 Jahre "Westfälische Lehre"


12.12.2017 11:39 Uhr

Honorar-Professor Dietrich Ribbert geht 2017 in den Ruhestand.

Dietrich Ribbert ist eines der Urgesteine der TFH Berlin. Quasi von Beginn an dabei, prägte er Generationen von Studierenden. Auf der Absolventenfeier des Fachbereich III wurde Ribbert im Dezember nach 42 Lehre an der TFH nun verabschiedet.

Die Laudatio hielt Prof. Kötter, der ebenfalls viele Jahrzehnte an der Beuth Hochschule tätig war. Ebenso wie Ribbert aus dem Bereich des Vermessungswesens stammend, ließ es sich Kötter nicht nehmen, eine sehr persönlich gehaltene Laudatio an Ribbert zu richten. So bemerkte der ebenso wie Ribbert in Westfalen geborene Kötter gleich zu Beginn mit einem Augenzwinkern: "42 Jahre Lehre an dieser Hochschule. Und ich dachte schon, ich wäre lange hier gewesen. Dabei habe ich es nur auf 41 Jahre gebracht." Mit einem großen Quantum Humor schloss er darauf an: "Dabei bist Du, mein lieber Ribbert, doch eigentlich ein Spätstarter in Sachen Lehre an der TFH. Ich war schon 1974 da. Du kamst erst 1975."
Dass die beiden Emeriti sich während der gemeinsamen Zeit an der TFH nicht nur geschätzt haben, sondern sie auch freundschaftlich verbunden waren, das spürte man auch im weiteren Verlauf. Und das nicht nur, weil beide aus Westfalen stammen und hier in Berlin Weichen in der Lehre gestellt haben.

Dietrich Ribbert studierte an der TU Berlin Geodäsie. Im höheren Dienst tätig, lenkte er viele Jahre die Geschicke zum Beispiel als Leiter des Vermessungsamt Tempelhof, Neukölln und anderer. Die Übernahme weitere Leitungsfunktionen, unter anderem bei der Senatsverwaltung, schlossen sich an. Durch seine diversen Tätigkeiten und seine Qualifikation erwarb sich Ribbert als bald bundesweit hohe Anerkennung und war gern gesehener Gast und vor allem Redner wie Experte auf Fachtagungen und Kongresse.

Seine Tätigkeit an der Beuth Hochschule begann er noch in dem Haus der alten Ingenieurakademie für Bauwesen in der Leinestraße, die damals noch zur TFH gehörte. Zum Wesen der Lehrtätigkeit Dietrich Ribberts zitiert Prof. Kötter Heinrich Heine: "Ich habe sie immer so liebgehabt, die lieben, guten Westfalen, ein Volk, so fest, so sicher, so treu, ganz ohne Gleißen und Prahlen." Und ebenso will Kötter es auch verstanden wissen. Ribbert hat durch sein Wissen, seine Expertise und seine enorme Schaffenskraft wesentliche Weichen in der Lehre gestellt. Seine Kompetenz hat er hier an der Hochschule an die Studierenden weitergegeben; Mit dem besonderen Augenmerk, seine Lehre stets mit der anwendungsbezogenen Forschung zu verknüpfen und so, reale Problemstellungen und Tätigkeitsfelder in seine Lehre einfließen zu lassen.

Sichtlich bewegt blickt Ribbert mit seinen 75 Jahren auf seine lange Lehrzeit an der Beuth Hochschule zurück und bedankt sich mit den Worten: "Das was ich hier immer gespürt habe und heute auch hier spüre, das reicht für mich aus."

Wir danken Dietrich Ribbert für viele Jahre innovative Lehre und sein Engagement.

Verabschiedung von Dietrich Ribbert; Fotos: Przesdzing