Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

Diskriminierung bedeutet: Benachteiligung(en) von Menschen aufgrund schützenswerter sozialer Kategorien. In Deutschland gilt seit 2006 das AGG. Dieses schützt Menschen vor Benachteiligungen aufgrund folgender Kategorien:

  • Ethnizität und rassistische Zuschreibungen,
  • Geschlecht (umfasst auch Trans* und Inter*Personen),
  • Religion oder Weltanschauung (auch: Nichtzugehörigkeit),
  • Behinderung im Sinne des SGB IX,
  • jedes Lebensalter,
  • sexuelle Identität.

Entscheidend für eine Benachteiligung ist das Ergebnis, nicht jedoch das Motiv (Absicht, Gedankenlosigkeit, allgemeine Verwaltungspraxis et cetera).

Für eine Hochschule werden noch weitere Dimensionen relevant, die allerdings nicht über das AGG geschützt sind:

  • soziale Herkunft/sozialer Status,
  • Chronische Krankheiten,
  • Familienstatus.

Der rechtliche Schutz des AGGs  erstreckt sich auf die Bereiche Beschäftigung und Beruf und Alltagsgeschäfte. Für die Hochschulen bedeutet das, dass Lehrende und Mitarbeiter*innen gesetzlich geschützt sind, nicht jedoch die Studierenden – eine Schutzlücke. Daher muss die Hochschule ein besonderes Augenmerk darauf legen, Student*innen vor Diskriminierungen zu schützen.

Haben Sie Diskriminierung erlebt und suchen Unterstützung? Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bietet kostenlose Rechtsberatung per Telefon, E-Mail und in Gebärdensprache an.