Maschinenbau - Konstruktionstechnik

Masterstudiengang am Fachbereich VIII

NC: ja
Studienbeginn: Wintersemester, Sommersemester
Akkreditiert: ja
Abschluss: Master of Engineering
Fachsemester: 3
Vorpraktikum: nicht erforderlich

Voraussetzungen

Zulassungsbedingungen

  • Für ein Studium in der Regelstudienzeit werden Kenntnisse vorausgesetzt, wie sie in dem Studiengang Maschinenbau (alle Fachrichtungen) der Beuth Hochschule für Technik Berlin vermittelt werden.
  • Für Absolventinnen und Absolventen von Bachelorstudiengängen mit weniger als 210 Credits werden von der Dekanin/vom Dekan zusätzliche Module vorgegeben, deren erfolgreicher Abschluss bis zur Antragsstellung zur Abschlussarbeit nachzuweisen ist.

Bewerbung

Bewerbungszeitraum:

  • Zum Wintersemester: 15. April bis 15. Juni
  • Zum Sommersemester: 15. Oktober bis 15. Dezember

Bewerbung

Das Studium

Studieninhalte

Der Schwerpunkt des Masterstudiengangs liegt auf der Vertiefung der klassischen Themengebiete der Konstruktionstechnik. Die hierzu angebotenen Studienfächer, wie Reverse Engineering, Produktvalidierung und Fertigungseinführung sowie Systematische Innovation und Problemlösung mittels TRIZ Methodik lehnen sich thematisch an die aktuellen Anforderungen und Problemstellungen der Industrie an.

Gleichzeitig wird der Fokus auf die Auslegung von Konstruktionen hinsichtlich Festigkeit, Lebensdauer, Bruchverhalten und dynamischem Verhalten gelegt, um das Grundlagenwissen des zugrundeliegenden Bachelorstudiengangs zu vertiefen.

Die Bearbeitung von Fragestellungen des Leichtbaus (sowohl werkstoff- als auch konstruktionstechnisch), der Schadensanalytik sowie die Numerik und Optimierung, die vom Fachbereich Mathematik angeboten werden, runden den Pflichtfachkatalog ab.

Den Studierenden steht darüber hinaus eine breite Auswahl an Wahlpflichtmodulen zur Verfügung, die ihnen einen Blick über den Tellerrand der Konstruktionstechnik ermöglichen und gemeinsam mit den Masterstudiengängen „Erneuerbare Energien“ und „Verfahrenstechnik“ angeboten werden. Hierbei wird besonderer Wert auf den Projektcharakter der Veranstaltungen gelegt, der einen engen Berufsfeldbezug sicherstellt.

Praxisbezug

Die im Studium behandelten Gebiete orientieren sich an aktuellen Anforderungen der Praxis. Insbesondere durch Projekte in den Wahlpflichtmodulen wird die Arbeit in interdisziplinären Teams geübt. Über die hier bearbeiteten Projekte sowie die Abschlussarbeit werden die Studierenden in aktuelle Forschungsvorhaben und Kooperationsprojekte einbezogen.

Im Rahmen der fünfmonatigen Masterarbeit, die in engem Praxisbezug erstellt wird, muss die Befähigung zur Bearbeitung komplexer ingenieurwissenschaftlicher Problemstellungen unter Beweis gestellt werden.

Forschung

Die Studierenden des Masterstudiengangs werden in die vielfältigen Forschungsprojekte des Fachbereichs einbezogen.

Im Zentrum für Simulation komplexer Systeme werden unter anderem Verfahren zur Struktursimulation (FEM), zur Strömungssimulation (CFD) und deren Kopplung zur Berechnung von Fluid-Struktur-Wechselwirkungen genutzt.

Die in der Regel in Kooperation mit Industriepartnern bearbeiteten Projekte beschäftigen sich beispielsweise mit der Kavitation in Hydraulikventilen, der Entschlüsselung biologischer Bauprinzipien und der Übertragung biologischer Lösungsprinzipien auf den technischen Gestaltungs- und Konstruktionsprozess von Tragflächen oder der aerodynamischen Optimierung von Triebwerken.

Im Rahmen einer Kooperation mit der Bosch-Siemens-Hausgeräte GmbH sowie der TU Berlin und der HTW Berlin soll durch die Simulation des Wäschefalls in der Trommel eine Grundlage geschaffen werden, um den komplexen Waschvorgang zu simulieren und Waschergebnis-Vorhersagen für bestimmte Systeme zu ermöglichen. Das so vertiefte Verständnis des Waschvorgangs verbessert die Grundlage für die weitere Optimierung des Waschergebnisses bei möglichst geringem Ressourcenverbrauch.

Durch den Einsatz einer CAVE kann ein virtueller Raum geschaffen werden, der den Studierenden einen immersiven dreidimensionalen Eindruck ihrer Konstruktionen ermöglicht und somit moderne neue Kommunikationsebenen für die Forschung und auch in der Lehre eröffnet. In fachbereichsübergreifenden Projekten werden der Aufbau virtueller Labore und die Darstellung von Simulationsergebnissen im virtuellen Raum erforscht.

Studiendauer und -abschluss

Das Masterstudium umfasst drei Fachsemester. Im dritten Fachsemester findet die Abschlussprüfung (Masterarbeit und mündliche Prüfung) statt.

Die Struktur des Studiums ist so angelegt, dass jedes Modul einmal jährlich angeboten wird. Beim Start im Sommersemester sind die Module des zweiten Semesters vor denen des ersten Semesters zu studieren.

Das Studium führt zum international anerkannten Abschluss Master of Engineering (M. Eng.).

Berufliche Perspektiven

Der technologische Fortschritt in der Konstruktionstechnik zeigt sich am Bedarf nach hochqualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren im Maschinenbau, die im verschärften globalen Wettbewerb auch Führungsaufgaben übernehmen können.

Im anwendungsorientierten Masterstudiengang Maschinenbau – Konstruktionstechnik mit großer Praxisorientierung wird sichergestellt, dass die Absolventinnen und Absolventen zügig einen Platz in der Berufswelt finden können.

Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs werden befähigt, typische Problemstellungen und Konstruktionsziele wie Funktions-, Gewichts- und Kostenoptimierung, Leichtbau etc. in Entwicklungs- und Konstruktionseinrichtungen der Industrie gewinnbringend zu bearbeiten sowie Tätigkeiten in der Projektleitung und in den Entwicklungsbereichen der angewandten Forschung zu übernehmen.

Entsprechend finden sie Arbeitsplätze in Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen von Betrieben des Maschinenbaus oder bei Herstellern von elektrischen Anlagen, in der Automobilindustrie oder im Schienen- bzw. Luft- und Raumfahrzeugbau.

Das Masterstudium befähigt aufgrund der wissenschaftlichen Vertiefung darüber hinaus für eine Tätigkeit in der Forschung, im öffentlichen Dienst oder an Hochschulen.

Studienplan

1. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS Cr P/WP FB
M01 Höhere Festigkeitslehre und Betriebsfestigkeit 4 5 P VIII
M02 Produktvalidierung und Fertigungseinführung 4 5 P VIII
M03 Reverse Engineering 2 2 5 P VIII
M04 Leichtbauwerkstoffe und Leichtbauentwurf 3 1 5 P VIII
M05 Schadensanalytik und Bruchmechanik 4 5 P VIII
Wahlpflichtmodul I 5 WP
2. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS Cr P/WP FB
M06 Studium Generale I 2 2,5 P I
M07 Studium Generale II 2 2,5 P I
M08 Numerik und Optimierung 4 5 P II
M09 Systematische Innovation und erfinderische Problemlösung mit TRIZ-Methodik 4 5 P VIII
M10 Angewandte Maschinendynamik der Mehrkörpersysteme (MKS) 2 2 5 P VIII
M11 Computational Fluid Dynamics (CFD) 2 2 5 P VIII
Wahlpflichtmodul II 5 WP
3. Semester
Modul Modulname SU SWS Ü SWS Cr P/WP FB
M12 Abschlussprüfung 30 P
M12.1 Masterarbeit 25 P
M12.2 Kolloquium Masterarbeit 5 P
Wahlpflichtmodule
Modul Modulname SU SWS Ü SWS Cr P/WP FB
WP01 Förderanlagen, Aufbau und Steuerung 2 2 5 WP VIII
WP02 Explizite Finite Elemente Methode 2 2 5 WP VIII
WP03 Energiewirtschaft, Vertiefung 2 2 5 WP VIII
WP04 Ausgewählte Kapitel der Umweltverfahrenstechnik 2 2 5 WP VIII
WP05 Beanspruchungsanalyse (Projekt) 4 5 WP VIII
WP06 Lösung technischer Probleme aus der Praxis (Projekt) 4 5 WP VIII
WP07 Labor Projekt Erneuerbare Energien und Verfahrenstechnik 4 5 WP VIII
WP08 Ausgewählte Kapitel der Prozessverfahrenstechnik 2 2 5 WP VIII

Quelle: Amtliche Mitteilung, 33. Jahrgang, Nr. 51 vom 21.12.2011

SWS: Semesterwochenstunden, SU: Seminaristischer Unterricht, Ü: Übung, P: Pflichtmodul, WP: Wahlpflichtmodul, Cr: Credits, LP: Leistungspunkte, FB: für die Durchführung eines Moduls zuständiger Fachbereich