Lehrendenmobilität

Zu Lehrzwecken ins Ausland

Wer kann sich bewerben?

  • Professorinnen/Professoren und Dozentinnen/Dozenten mit vertraglichem Verhältnis zur Hochschule
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen
  • DoktorandInnen, die in der Lehre tätig sind
  • Auch Mitarbeiter/-innen aus ausländischen Unternehmen und Organisationen können zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden

Was wird gefördert?

Gefördert werden Gastdozenturen an Partnerhochschulen in Erasmus+ Programmländern und Partnerländern.

Unterrichtspensum

Das notwendige Unterrichtspensum je Aufenthalt liegt bei acht Stunden für die erste Aufenthaltswoche (5 Tage) oder einen kürzeren Aufenthalt. Für jeden weiteren Aufenthaltstag über eine Woche hinaus wird die Mindeststundenanzahl anteilig berechnet.

Werden Lehrtätigkeit und Fort- und Weiterbildung kombiniert, reduziert sich das Lehrdeputat auf 4 Stunden pro Woche. Für eingeladenes Personal von Unternehmen besteht kein Mindestdeputat.

Was ist Ziel der Lehrendenmobilität mit Erasmus+?

Gastdozentinnen/Gastdozenten sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Gasthochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können.

Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen.

Dauer der Förderung

Lehraufenthalte dauern

  • in Programmländern: mindestens 2 Tage bis zu maximal 14 Tagen, in der Regel bis 5 Tage  
  • in Partnerländern: mindestens 5 bis zu maximal 14 Tagen

Reisetage werden dabei in der Regel nicht mitgerechnet und gelten nicht als Fördertage. In Ausnahmefällen kann auch ein längerer Lehraufenthalt gefördert werden. Die Entscheidung liegt beim Auslandsamt.

Finanzielle Förderung für die Mobilität: Reisekostenpauschale + Aufenthaltspauschale

Die finanzielle Förderung des Lehraufenthalts im Ausland wird in Form von Pauschalen gewährt. Die Pauschalen sind von Seiten des DAAD einheitlich festgelegt, können sich jedoch von Programmjahr zu Programmjahr ändern.

1. Reisekostenpauschale

Ein Bestandteil der Förderung ist die Reisekostenpauschale. Sie wird in Abhängigkeit von der Distanz zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität ermittelt, und zwar einheitlich mit dem vorgegebenen Berechnungsinstrument

  • 10 - 99 km: 20 EUR
  • 100 – 499 km: 180 EUR
  • 500 – 1.999 km: 275 EUR
  • 2.000 – 2.999 km: 360 EUR
  • 3.000 – 3.999 km: 530 EUR
  • 4.000 – 7.999 km: 820 EUR
  • 8.000 km und mehr: 1.500 EUR

2. Aufenthaltspauschale

Neben der Reisekostenpauschale wird eine Aufenthaltspauschale gewährt.

Aufenthaltspauschale für Lehraufenthalte in Programmländern:

Hier orientiert sich die Aufenthaltspauschale an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern und beträgt derzeit:

Projekt 2017

Gruppe 1: 160 Euro am Tag für Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden

Gruppe 2: 140 Euro am Tag für Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern

Gruppe 3: 120 Euro am Tag für Deutschland (Incomer), Lettland, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Portugal, Slowakei, Spanien

Gruppe 4: 100 Euro am Tag für Estland, Kroatien, Litauen, Slowenien

Projekt 2018

Gruppe 1: 180 Euro am Tag für Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich

Gruppe 2: 160 Euro am Tag für Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern

Gruppe 3: 140 Euro am Tag für Bulgarien, EJR Mazedonien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

Die genannten Tagessätze gelten bis zum 14. Fördertag, vom 15. bis 60. Fördertag beträgt die Förderung 70 Prozent des Tagessatzes.

Aufenthaltspauschale für Lehraufenthalte in Partnerländern:

Hier betragen die Tagessätze der Aufenthaltspauschale

Projekt 2017

  • für Mobilitäten nach Deutschland (Incoming) 120 EUR
  • für Mobilitäten ins Partnerland (Outgoing) 160 EUR

Projekt 2018

  • für Mobilitäten nach Deutschland (Incoming) 160 EUR
  • für Mobilitäten ins Partnerland (Outgoing) 180 EUR

Die genannten Tagessätze gelten bis zum 14. Fördertag, vom 15. bis 60. Fördertag beträgt die Förderung 70 Prozent des Tagessatzes.

Wie erfahre ich, welche Förderhöhe für mein Vorhaben gilt?

Sie erfahren vor der Förderung vom Auslandsamt, aus welchen Projektmitteln Ihr Aufenthalt gefördert werden kann und welcher Fördersatz daraufhin anzuwenden ist. Die Höhe der Pauschale wird im sogenannten Grant Agreement vertraglich festgelegt.  

Was ist zu tun, um eine Erasmus+ Förderung für meinen Lehraufenthalt im Ausland zu beantragen?

Interessenbekundung

Bitte teilen Sie als erstes dem Auslandsamt formlos per Email mit, dass Sie einen Lehraufenthalt im Ausland planen und eine Erasmus+ Förderung dafür beantragen möchten.

Bitte nennen Sie dabei so konkret wie möglich

  • Zielort, Zieleinrichtung und Ihre dortige Ansprechperson
  • Datum von Anreise und Abreise und Zeitraum der Unterrichtstage vor Ort
  • Knapp zusammengefasst: Thema, Umfang, Zielgruppe der geplanten Lehrtätigkeit

Sie erhalten daraufhin eine Rückmeldung des Auslandsamts, ob Ihr Vorhaben vorgemerkt werden kann. Das Auslandsamt trifft hinsichtlich der eingehenden Interessenbekundungen eine Auswahl.

Wenn Ihr Vorhaben gefördert werden kann, erhalten Sie vom Auslandsamt detaillierte Informationen über die Abläufe und Formalia.

Wann erhalte ich die Reisekosten- und Aufenthaltspauschale?

Die Pauschale wird nach Abschluss der Reise überwiesen, sobald alle notwendigen Unterlagen vorliegen. Einzureichen ist insbesondere die Bestätigung über den Aufenthalt an der Partnereinrichtung im Original. Darüber hinaus ist Förderbedingung, dass ein Online-Bericht zum Aufenthalt ausgefüllt wird.