Gleichstellungsinstrumente

Um die verfassungsrechtliche Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen, werden an der Beuth Hochschule verschiedene strukturwirksame Instrumente erfolgreich genutzt. Frauenfördermaßnahmen ergänzen diese Bemühungen.


Satzung Chancengleichheit der Geschlechter

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin fördert die Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Dazu gehören der Abbau struktureller Hemmnisse zur Erreichung der Chancengleichheit, die Erhöhung der Anteile des jeweils unterrepräsentierten Geschlechts sowie die Integration von Genderaspekten in Lehre und Forschung.

Die geschlechtersensible Sprache ist die selbstverständliche Kommunikationsform.

Die Umsetzung der Satzung wird durch die Frauenförderrichtlinien konkretisiert, durch das Gender- und Technik-Zentrum unterstützt und durch Zielvereinbarungen gewährleistet.


Gleichstellungskonzept

Die Beuth Hochschule hat im November 2015 ihr bestehendes Gleichstellungskonzept einer Aktualisierung unterzogen und einen neuen Antrag mit Frauenfördermaßnahmen im Berliner Programm für Chancengleichheit (BCP) eingereicht.  

Die Fortschreibung des Gleichstellungskonzeptes orientiert sich auf eine nachhaltige Umsetzung der Ziele:

  1. Erhöhung der Anzahl der Professorinnen in MINT-Fächern
  2. Akquirierung von Studentinnen insbesondere für MINT-Fächer mit einer deutlichen Unterrepräsentanz von Frauen
  3. Initiierung und Verankerung von strukturbildenden Gleichstellungsmaßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit auf allen Ebenen und für alle Statusgruppen der Hochschule
  4. Integration von Gender- und Diversityaspekten in Lehre und Forschung

Zielvereinbarungen

Zwischen den Fachbereichen und dem Präsidium werden regelmäßig in den Zielvereinbarungen Gleichstellungsziele integriert.


Frauenförderpläne

Frauenförderpläne ermitteln auf der Grundlage einer differenzierten statistischen Ist-Analyse bzw. Bestandsaufnahme den konkreten Frauenförderbedarf. Verbindliche Zielvorgaben werden von der jeweiligen Einrichtung zur Erhöhung des Frauenanteils solange beschlossen, bis die 50%-Quote erreicht ist.

Im Frauenförderplan ist mindestens festzulegen, in welcher Zeit und mit welchen personellen, organisatorischen und fortbildenden Maßnahmen die Gleichstellungsverpflichtung gefördert werden kann.

Ein Frauenförderplan enthält:

  • Eine geschlechterdifferenzierte Ist-Analyse über alle Statusgruppen
  • Formulierung von Zielzahlen
  • Formulierung von qualitativen Zielen
  • Geeignete Maßnahmen
  • geklärte Zuständigkeiten
  • Benötigte Ressourcen
  • Zeitplan

Die Erstellung von Frauenförderplänen ist 2018 in den Zielvereinbarungen der Fachbereiche verankert.

Die Zentrale Frauenbeauftragte berät sehr gern bei der Erstellung oder Fortschreibung der Pläne. Unten finden sie Empfehlungen in schriftlicher Form.

Rechtliche Grundlagen zu Frauenförderplänen

Landesgleichstellungsgesetz (LGG) § 4 Frauenförderplan

Berliner Hochschulgesetz § 59 (4) und (5)

Frauenförderrichtlinie Beuth Hochschule § 16 Umsetzung, Frauenförderpläne

Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz § 5 Positive Maßnahmen sind Frauenfördermaßnahmen zulässig, um die bestehenden Nachteile für Frauen abzubauen. 

Materialien zur Bearbeitung

Gleichstellungsfonds

Hochschulweit wird ein Betrag in Höhe von mindestens ein Prozent der Sachmittel für Lehre und Forschung pro Haushaltsjahr für die sächliche Ausstattung im Rahmen der Frauenförderung als Anreizsystem zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich wird die Verwendung der Mittel auch für personelle Ausgaben vereinbart. Die Verteilung auf die Fachbereiche und die Zentraleinrichtungen und die Verwendung der Mittel wird zu Beginn des Haushaltsjahres im Plenum der Frauenbeauftragten beschlossen. Die Verteilung erfolgt nach einem vereinbarten Sockelbetrag und dem nachgewisenen Bedarf (nachgewiesene Maßnahmen zur Frauenföderung).

Die jeweilige Mittelverwendung erfolgt auf Initiative der nebenberuflichen Frauenbeauftragten im Einvernehmen mit dem Fachbereichsrat.

Grundlage: § 17 Absatz 2 der Frauenförderrichtlinie der Beuth Hochschule