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Wo lassen sich im Hochschulalltag CO2-Emissionen einsparen?

Die Arbeit des Klimabeirates erstreckt sich auf viele Sektoren des Hochschulalltags. CO2-Emissionen der Hochschule resultieren aus dem Betrieb der Gebäude, den An- und Abfahrtswegen sowie Dienstreisen von Studierenden, Mitarbeitenden und Lehrenden, aber auch durch die Nutzung und Ausstattung der Hochschule. Der letztgenannte Aspekt betrifft die EDV ebenso wie Druckerpapier oder Filzstifte.

Stromversorgung

Der derzeitige Bedarf an elektrischer Energie liegt bei rund 4.700 MWh/a, was einer flächenspezifischen Energiemenge von rund 45 kWh/m²a entspricht. Die Gebäude der Hochschule werden seit einigen Jahren mit Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien versorgt. Durch die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien wurde die CO2-Emission um etwa 2.000 t/a reduziert.

Wärmeversorgung

Der Wärmebedarf liegt bei rund 11.000 MWh/a oder auf die Nutzfläche bezogen, bei rund 106 kWh/m²a. Viele der von der Hochschule genutzten Gebäude werden über Fernwärme versorgt. Gleichzeitig werden die Gebäude nach und nach energetisch saniert. Sowohl die Gebäudehüllen als auch die Wärmeversorgungsanlagen bieten hier weitere Potenziale zur Reduktion der Emissionen. 

Mobilität

Mit über 12.000 Studierenden und fast 500 Mitarbeiter*innen sowie fast 1.000 Lehrenden kann die verkehrstechnische Infrastruktur der Hochschule erheblich zu einer zukunftsfähigen Mobilität in der Großstadt beitragen. Semesterticket, komfortable und sichere Fahrradabstellmöglichkeiten oder Elektro-Ladesäulen, vermeidbare Fahrten beispielsweise durch Online-Sprechstunden und Ähnliches bieten wirkungsvolle Steuerungsmöglichkeiten an. Die diesbezüglichen Emissionen und deren Reduktionspotenzial werden zukünftig erfasst und dokumentiert.

Beschaffung

Auch im Beschaffungswesen der Hochschule verbergen sich hohe Einsparpotenziale an Energie und CO2-Emission. So hat es beispielsweise sehr großen Einfluss, ob bei den Verbrauchsmaterialien sowie bei kleineren und größeren Investitionen das jeweils günstigste Produkt oder das nachhaltigste Produkt beschafft wird. 

Hochschulalltag

Der Hochschulalltag bietet diverse Möglichkeiten des umweltschonenden Umgangs mit Ressourcen und Energien. Diese reichen von der Mehrweg-Kaffeetasse bis zur aktiven Einflussnahme auf beispielsweise die Raumtemperatur in einem Hörsaal. Zukünftig sollen auch hier verstärkt Ursachen und Einsparpotenziale detaillierter untersucht werden. Auch der Nutzersensibilisierung und Aufklärung soll besonderes Augenmerk zukommen.