Aktuelles und Termine


Informationen zum Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (BCP)

Das Chancengleichheitsprogramm ist ein wichtiges Instrument der Berliner Gleichstellungspolitik. Seit 2001 werden Frauen auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen mit dem Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in allen Disziplinen gefördert.

Mit der neuen Förderperiode (2021-2026) besteht für die Beuth Hochschule erneut die Möglichkeit der Finanzierung von Professuren beziehungsweise der Einwerbung von Qualifikationsstellen. Die Fachbereiche sind eingeladen, für sich zu prüfen, ob ein Antrag in Frage kommt. Die zentrale Frauenbeauftragte unterstützt Interessierte bei der Antragstellung.

Antragstellung

Die Beantragung von Mitteln erfolgt durch das Präsidium über die zentrale Frauenbeauftragte. Alle Anträge müssen von den Fachbereichen getragen werden (Fachbereichsratsbeschluss). Der schriftliche Antrag umfasst zwei Seiten. Es dürfen keine Mittel für Stellen beantragt werden, die sich bereits im Besetzungsverfahren befinden.

Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich gerne an Susanne Plaumann (frauenbeauftragte[at]beuth-hochschule.de). Die vollständigen Förderrichtlinien sind auf der Webseite des BCP nachzulesen.

Förderlinien, die für die Beuth Hochschule in Frage kommen

Vorgriffsprofessuren (Vorgezogene Nachfolgeberufung – VNB)

Beschreibung: Professuren werden maximal drei Jahre vor dem Ausscheiden der Stelleninhaber*innen nachbesetzt. Maximale Fördersumme: 8.900 € pro Monat / 106.800 € pro Jahr
Förderhöchstdauer: 3 Jahre, danach Weiterfinanzierung aus Mitteln der Hochschule
Bedingung: Frauenanteil im Fach unter 35 %
Frist: Die erste Frist ist der 31. Juli 2021, hochschulintern müssen Anträge bis 30.06. vorliegen
Ruferteilung muss innerhalb von 2 Jahren nach der Mittelbewilligung erfolgen

Befristete Professuren

Beschreibung: Strukturprofessuren werden nach der Mittelbewilligung in einem regulären verfahren besetzt. Bei Besetzung mit einer Frau kommen die Mittel für die Stellen in den ersten sechs Jahren aus dem BCP.
Maximale Fördersumme: 7.900 € pro Monat / 94.800 € pro Jahr
Förderhöchstdauer: 6 Jahre mit Verstetigungszusage
Bedingung: Frauenanteil im Fach unter 25 %
Frist: Die erste Frist ist der 31. Juli 2021, hochschulintern müssen Anträge bis 30.06.vorliegen.
Die Ruferteilung muss innerhalb von 2 Jahren nach der Mittelbewilligung erfolgen.

Kofinanzierter Bereich

Beschreibung: Im kofinanzierten Bereich können Mittel zur gezielten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses beantragt werden.
Qualifikationsstellen: Gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an Fachhochschulen durch Promotionsstellen.
Gastdozenturen oder -professuren: Stabilisierung von Karrieren auf den Weg zur Professur.
Finanzierung: Die Kosten für eingeworbene Stellen werden geteilt: 40% trägt die Hochschule und 60% kommen aus dem Programm. Es gibt eine finanzielle Höchstgrenze.
Frist: Anträge können jederzeit gestellt werden.


Wahl von zwei nebenberuflichen Stellvertreterinnen der zentralen Frauenbeauftragten

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin plant die Wahl von zwei nebenberuflichen Stellvertreterinnen der zentralen Frauenbeauftragten.
Wählbar sind alle weiblichen Mitglieder der Beuth Hochschule einschließlich der Studentinnen.
Die Aufgaben, erwünschten Kenntnisse und Erfahrungen sowie die Bewerbungsmodalitäten finden Sie in der Ausschreibung (PDF Download).
Die Aufwandsentschädigung ist analog der der nebenberuflichen Frauenbeauftragten; bei Studentinnen sind dies entsprechend studentischen Mitarbeiterinnen  40 Stunden pro Monat.
Bewerbungsschluss: 15.08.2021


Zum Internationalen Frauentag: Feiern oder Fordern?

Der 8. März ist ein Aktionstag mit Tradition und verbunden mit konkreten politischen Forderungen nach der Gleichberechtigung für Frauen. Das Wahlrecht für Frauen ist zwar durchgesetzt und der Zugang zu Studium und Beruf scheint offen und frei. Doch insbesondere das letzte Jahr hat gezeigt, wie stark sich die Lebenswirklichkeiten politisch, sozial und beruflich von Frauen und Männern unterscheiden:

  • Wer trägt die Lasten im Pflegebereich bei schlechter Vergütung und Arbeitsbedingungen?
  • Wer leistet zusätzlich zum Beruf und Studium, wenn Kitas und Schulen schließen?
  • Wer ist betroffen von zunehmender häuslicher Gewalt in der Pandemie?
  • Sind Last und Leistungen wirklich gleichberechtigt verteilt?
  • Ist das gerecht? Oder vollzieht sich über die Retraditionalisierung der Rückschritt in alte „Geschlechterarrangements“ zu Lasten von Frauen?

Eine solidarische Haltung ist gefragt, da wir nicht alle den gleichen Bedingungen ausgesetzt sind, nicht alle die gleichen Privilegien genießen. Wir alle können uns dafür entscheiden, geschlechtsspezifische Voreingenommenheit und Ungleichheit in Frage zu stellen. Es ist notwendig, hier und jetzt, laut und deutlich konkrete Forderungen zu stellen:

  • Angemessene Bewertung der Stellen, die in Service und Dienstleistung angesiedelt sind (z.B. Fachbereichsverwaltungen)!
  • Kein Sexismus im Umgang miteinander!
  • Kein Tagen der Gremien der Hochschule nach 18 Uh, wenn Kita und Hort bereits zu haben!
  • Bildet technische Berufe und Studiengängen klischeefrei ab, keine Frauen als Assistenzfiguren!
  • Bezieht gesellschaftliche Fragestellung, insbesondere die Folgen des Einsatzes von Technologien in allen Studiengängen regelhaft mit ein! Für eine nachhaltige Zukunft in Frieden!
  • Bietet breite Zugänge zur Professur für Frauen z.B. durch späte Promotion nach einer Praxisphase und fachliche Quereinstiege
  • Keine Abwertung fachlicher Leistung durch Geschlecht, Familienzeiten oder „krummer“ Lebensläufen mit prekären Beschäftigungen

Es ist noch viel zu tun. Lasst uns heute feiern und morgen die Forderungen umsetzen.

Ihre Susanne Plaumann



Dienstvereinbarung Mobile Arbeit

Die Dienstvereinbarung zum alternierenden mobilen Arbeiten an der Beuth HS wurde Ende April von der Präsidentin und dem Personalrat unterzeichnet. Ab sofort können Sie einen Antrag über Ihre Fachvorgesetzte/ Ihren Fachvorgesetzten an das Personalreferat stellen.