Qualitätsmanager/-in

Studienziel

  • Vermittlung von Qualitätsmanagement-Methoden zum Aufbau, zur Pflege und Optimierung des Qualitätsmanagementsystems sowie zur Verbesserung des Qualitätsniveaus auch unter Berücksichtigung von Kostenaspekten

Abschluss

Qualitätsmanager/-in (Zeugnis, Zertifikat)

Lehrinhalte

  • Statistische Methoden zur Entscheidungsfindung (siehe Besonderheiten)
  • Qualitätsmanagementsysteme
  • Qualitätskosten
  • Qualitätsförderung
  • Qualitätsdatenverarbeitung
  • Verfahren zur Prozessbeherrschung

Wahlpflichtfächer (inklusive Produkthaftung)

  • Verbesserungsprojekte mit Six Sigma 
  • Business Excellence gemäß EFQM Excellence Modell

Art und Umfang des Materials

  • 7 Kurseinheiten (ca. 1.100 Seiten DIN A4)
  • 7 Einsendeaufgaben

Durchführung

Dauer: 3 Semester
Beginn: April, Oktober
Anmeldung: Jederzeit zum nächsten Beginn
Präsenzphase:

  • 1. Semester: 2,5 Tage
  • 2. Semester: 3,5 Tage
  • 3. Semester: 2,5 Tage

Nutzungsgebühr

3.900,- Euro gesamt (1. Semester: 1170,- Euro, 2. Semester: 1.560,- Euro, 3. Semester: 1170,- Euro)

Zugangsvoraussetzungen

  • Ingenieur/-in oder
  • Hochschulabsolvent/-in (natur-/wirtschaftswissenschaftliches Fachgebiet) oder
  • QM-Beauftragte/-r (Beuth Hochschule) oder
  • Qualitätstechniker/-in (Beuth Hochschule) oder
  • Teilnahme mit vergleichbaren Qualifikationen wie oben und einschlägiger Berufspraxis möglich (Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung)

Besonderheiten

Der Fernstudienkurs Qualitätsmanager/-in ist inhaltsgleich mit dem Fernstudienkurs Qualitätsfachingenieur/-in (ZFU-Nummer: 524892), ergänzt um die Kurseinheit „Statistische Methoden zur Entscheidungsfindung“.

Für Teilnehmer/-innen, die die Prüfung zum/zur Qualitätstechniker/-in (Beuth Hochschule für Technik Berlin) oder zum/zur DGQ-Statistiker/-in für Wirtschaft, Industrie und Technik (QII) der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. bestanden haben, entfällt die Bearbeitung dieses Faches.

Im 2. Semester reduziert sich dann die Präsenzphase auf 2,5 Tage und es gilt die gleiche Nutzungsgebühr wie im 1. Semester.

Im 3. Semester ist ein Wahlpflichtfach zu belegen.

Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ)

Absolventinnen und Absolventen des Fernstudienkurses Qualitätsmanager/-in können sich optional der Personalzertifizierungsprüfung bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) zum „DGQ-Qualitätsmanager“/„EOQ-Quality Manager“ stellen (es gilt die Prüfungsgebühr der DGQ).

Detaillierte Informationen

Der Fernstudienkurs erstreckt sich einschließlich der schriftlichen Prüfungen über einen Zeitraum von drei Semestern (Regelstudienzeit).

Der Fernstudienkurs Qualitätsmanager/-in umfasst insgesamt 6 Kurseinheiten, von denen Sie 5 Kurseinheiten als Pflichtfächer und 1 Kurseinheit als Wahlpflichtfach belegen müssen.

Er ist inhaltsgleich mit dem Fernstudienkurs Qualitätsfachingenieur/-in, ergänzt um die Kurseinheit „Statistische Methoden zur Entscheidungsfindung“. Für Teilnehmer/-innen, die die Prüfung zum/zur Qualitätstechniker/-in (Beuth Hochschule für Technik Berlin) oder zum/zur DGQ-Statistiker/-in für Wirtschsaft, Industrie und Technik (QII) der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. bestanden haben, entfällt die Bearbeitung dieses Faches.

Das in gedruckter Form vorliegende Studienmaterial wird Ihnen semesterweise zugesandt. Themen der Kurseinheiten sowie deren Zuordnung zu den einzelnen Semestern können Sie dem Studienplan entnehmen.

Weiterhin gehören zu dem Fernstudienkurs Einsendeaufgaben, die Ihnen zur Bearbeitung ebenso zugesandt werden.

Jedes Fernstudiensemester endet mit einer 2 ½-tägigen Präsenzveranstaltung inklusive Prüfung.

Im Fernstudienkurs Qualitätsmanager/-in ist im 2. Semester bei Belegung des Fachs „Statistische Methoden zur Entscheidungsfindung“ ein zusätzlicher Präsenzphasentag einzuplanen.

Ziel des Fernstudienkurses Qualitätsmanager/-in ist die Vermittlung von Qualitätsmanagement-Methoden zum Aufbau, zur Pflege und Optimierung des Qualitätsmanagementsystems sowie zur Verbesserung des Qualitätsniveaus auch unter Berücksichtigung von Kostenaspekten.

Das schriftliche Studienmaterial ist im Hinblick auf die Anforderungen eines Fernstudiums didaktisch aufbereitet. So finden Sie in jeder Kurseinheit zahlreiche Beispiele und Übungsaufgaben, die der Vertiefung des Erlernten und einer Selbstkontrolle des eigenen Lernfortschritts dienen. Zu jeder Kurseinheit gehört eine Einsendeaufgabe, die innerhalb der angegebenen Einsendefrist zu bearbeiten ist.

Die Einsendeaufgaben werden von unseren Korrektoren korrigiert, bewertet und den Teilnehmenden zurückgeschickt. Bei erfolgreicher Bearbeitung aller zu einem Semester gehörenden Einsendeaufgaben werden Sie zur Präsenzphase zugelassen und eingeladen. Sollte eine Einsendeaufgabe einmal als „nicht bestanden“ beurteilt worden sein, kann sie durch Bearbeitung einer Ergänzungs-Einsendeaufgabe ausgeglichen werden. Gegebenenfalls wird Ihnen gleichzeitig mit der korrigierten Einsendeaufgabe die Ergänzungs-Einsendeaufgabe zugesandt.

Die Präsenzphasen haben zum Ziel, die Lehrinhalte in Seminarform zu ergänzen und zu vertiefen. Insbesondere sollen offene Fragen zu den Kurseinheiten und Einsendeaufgaben geklärt werden. Darüber hinaus fördern sie den Kontakt der Teilnehmer/-innen untereinander und zu den Lehrkräften.

Die Präsenzphasen finden jeweils am Ende eines Semesters in der Regel in den Räumen der Beuth Hochschule statt und schließen mit einer dreistündigen schriftlichen Prüfung, in der die Mitbenutzung sämtlicher eigener Unterlagen einschließlich des Fernstudienmaterials erlaubt ist.

Für die erfolgreiche Teilnahme an einem Semester erhalten Sie eine benotete Bescheinigung. Die Semesternote (N) ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Beurteilung der Einsendeaufgaben (E) sowie der Beurteilung der schriftlichen Prüfung (Pr) mit zweifacher Gewichtung wie folgt:

N = (E + 2 Pr) / 3

Die Semesterbescheinigung wird aber nur ausgestellt, wenn die Einzelnoten der Einsendeaufgaben und der schriftlichen Prüfung in dem betreffenden Semester jeweils mit mindestens „ausreichend“ beurteilt wurden. Das Gesamtprädikat Ihrer Leistungen wird durch das arithmetische Mittel der ungerundeten Endnoten (N1 bis N3) aller drei Semester gebildet.

Nach erfolgreicher Beendigung des Fernstudienkurses erhalten Sie dann ein von der Beuth Hochschule für Technik Berlin zertifiziertes Zeugnis mit Angabe der Lehrinhalte und des Gesamtprädikats sowie eine auf den gewählten Abschluss Qualitätsmanager/-in ausgestelltes Zertifikat.

Sollten Sie den Kurs zeitlich oder inhaltlich nicht planmäßig schaffen, können Sie Einsendeaufgaben, Präsenzphasen und schriftliche Prüfungen nach- bzw. wiederholen. Einsendeaufgaben können nur einmal nach- bzw. wiederholt werden. Die Wiederholung einer schriftlichen Prüfung ist innerhalb von drei Jahren zweimal möglich.

KE 1  Grundlagen, qualitätsbezogene Kosten und Werkzeuge des QM

Zum Einstieg werden zunächst grundlegende Begriffe und Prinzipien des Qualitätsmanagements wie Kundenorientierung, Kano-Modell, Konformität, Korrekturmaßnahmen, Verbesserung, Chance und Risiko zusammen mit einem der wichtigsten Grundprinzipien, dem Deming‘schen PDCA-Zyklus, in diesem Studiengang eine wichtige Rolle spielen.

Kosten, Geld, sich etwas leisten zu können sind vermutlich die am häufigsten genutzten Begriffe innerhalb von Unternehmen, Organisationen und wahrscheinlich auch im Privatleben sehr vieler Menschen. Die Analyse und Bewertung der Qualitätslage aus dem Blickwinkel von qualitätsbezogenen Kosten nutzt diese universelle Sprache, um den steten Zyklus von Verbesserung, Weiterentwicklung und Wachstum zu unterstützen. Daher wählen wir diesen Ansatz, um uns mit den wirtschaftlichen Aspekten des Qualitätsmanagements, zunächst mit den Grundbegriffen der Kostenrechnung und darauf aufbauend mit den qualitätsbezogenen Kosten zu befassen. Davon ausgehend werden wir in dieser ersten Kurseinheit den Bogen schlagen bis hin zu der zeitgemäßen Erkenntnis, dass ein prozessorientiertes QM-System mit einem gut funktionierenden Prozessmanagement einer der unverzichtbaren Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Organisationen ist.

Der rote Faden zieht sich dabei zunächst entlang grundsätzlicher Prinzipien und Werkzeuge des QM, streift die erforderlichen Handwerkszeuge des Qualitätsmanagers zur Moderation, Visualisierung und Berichterstattung und legt dabei Fährten zur Verknüpfung und Vertiefung der unterschiedlichen Themen in den weiteren Kurseinheiten dieses Lehrganges. Teamarbeit ist bei allen Aktivitäten heute die bevorzugte Arbeitsorganisation, wobei dem Qualitätsmanager oftmals dabei auch die Rolle eines Moderators zukommt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Daten müssen dann im Unternehmen empfängerorientiert kommuniziert werden.

Der Kreis schließt sich durch die Erkenntnis, dass stabile, fähige Prozesse und ein gut funktionierendes Prozessmanagement einer der Schlüsselfaktoren für unternehmerischen Erfolg darstellen.

KE 2 Normen, Managementsysteme und Audit

Die zweite  Kurseinheit (KE) behandelt das Umfeld und die Inhalte sowie die interne und externe Auditierung von QM-Systemen auf der Basis der international anerkannten Normenreihe ISO 9000. Sie hat das Ziel, die Teilnehmenden mit der Normenwelt der Managementsysteme vertraut zu machen.  Es ist Teil des Ausbildungskonzepts, dass sich die Teilnehmenden selbständig weitere Normen erschließen und tiefer in die Inhalte einsteigen. Dazu werden in dieser Kurseinheit die Grundlagen gelegt. Die Überprüfung der Wirksamkeit des Managementsystems durch Audits ist ein weiterer Schwerpunkt dieser Kurseinheit. Es werden interne Audits (first party), Lieferantenaudits (second party) und Zertifizierungsaudits (third party) behandelt. Es ist jedoch nicht Ziel, die Teilnehmenden zu Auditor/innen zu qualifizieren. Im dritten Teil werden Aspekte der Haftung im Zusammenhang mit Qualität und QM-Systemen behandelt.

KE 3 Qualitätsförderung

Deutsche Wertarbeit hat einen guten Ruf in der Welt. Gefährlich wäre es aber, sich darauf zu verlassen, dass es immer so bleibt. Es ist eine der wichtigsten Führungsaufgaben eines Unternehmens, neben der Vorsorge für eine ausreichende Qualifikation der Mitarbeiter/-innen das Qualitätsbewusstsein anzuregen und wachzuhalten. Qualitätsmotivation ist für die Existenz des Unternehmens von entscheidender Bedeutung.

Die Kurseinheit „Qualitätsförderung“ vermittelt die psychologischen Grundlagen sowie die arbeitsorganisatorischen Maßnahmen und Methoden, Hilfsmittel und Fertigkeiten, mit denen Qualitätsverbesserung erreicht werden kann.

KE 4 Qualitätsdatenverarbeitung

Qualitätsdaten entstehen in fast allen Abteilungen eines Unternehmens, z. B. in der Fertigung, Prüfung, Kostenrechnung, im Vertrieb oder im Kundendienst. Das Qualitätsmanagement hat die Aufgabe, allen maßgebenden Führungskräften des Unternehmens die Qualität seiner Erzeugnisse so transparent zu machen, dass daraus im Bedarfsfall im Interesse der Verbesserung der Qualität die richtigen Konsequenzen gezogen werden können.

Zu diesem Zweck muss ein System aufgebaut werden, das es ermöglicht, die Qualitätsdaten überall, wo sie anfallen, sorgfältig zu erfassen, zu ordnen, aufzubereiten und den verantwortlichen Führungskräften so rechtzeitig und übersichtlich zuzuleiten, dass daraus die erforderlichen Entscheidungen abgeleitet werden können.

KE 5 Verfahren zur Prozessbeherrschung, Prozessmanagement und QM-Methoden zur Bewertung, Steuerung und Verbesserung

Mit der Erkenntnis, dass wesentliche Produktivitätspotentiale in Unternehmen außerhalb der Produktion liegen sowie der zunehmenden Vernetzung von Produktions-, Entwicklungs- und Logistikprozessen richtet sich in dieser Kurseinheit der Blick auf das Unternehmen als ein miteinander eng gewobenes Prozessnetzwerk.

Da stabile, fähige Prozesse und ein gut funktionierendes Prozessmanagement Schlüsselfaktoren für unternehmerischen Erfolg darstellen, werden wir zunächst auf den Begriff und die Strukturierung von Prozessen in Unternehmen eingehen. Die Prozesslandkarte mit der Unterscheidung zwischen Leistungs-, Unterstützungs- und Führungsprozessen, die weitere Detaillierung und Beschreibung in Teilprozessen bis hin zur Ebene der Prozessschritte, sowie die Analyse im Rahmen eines Prozessmappings sind Bausteine und Voraussetzungen für die erfolgreiche Gestaltung eines prozessorientierten Qualitätsmanagements.

Entlang des Produktlebenslaufes von der Konzeptphase über Entwicklung, Planung, Herstellung bis hin zur Nutzungsphase beim Kunden werden dann gängige QM-Methoden und Konzepte vorgestellt, die im Qualitätsmanagement zur Steuerung, Bewertung, Berichterstattung und kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse, Produkte und Dienstleistungen zum Einsatz kommen. Dabei wird deutlich, dass es der möglichst frühe, präventive Einsatz von fehlervermeidenden Methoden ist, der eine wirtschaftliche, auf Kundenorientierung und ganzheitliche Unternehmensqualität zielende Unternehmensführung gewährleistet.

Zur Steuerung der Organisation werden aufeinander abgestimmte Kennzahlensysteme benötigt, die in ausgewogener Weise den Blick auf das Geschehen im Unternehmen und auf das Unternehmen im Umfeld seiner internen und externen Interessengruppen wirft. Eine prozessorientierte Berichterstattung dieser abgestimmten Kennzahlen stellt die Verbindung zwischen dem Sinn, Zweck und den strategischen Zielen eines Unternehmens und seinen Prozessen sicher. Es ist der Anspruch an die gesamte Organisation, im Unternehmen kontinuierlich zu einem neuen, messbaren Qualitätsstandard zu finden. Ein prozessorientiertes Konzept zur Zielsetzung und ein Controlling von Qualitätszielen, Fehlleistungskosten und Prozesskennzahlen machen Qualität messbar.

In der Kurseinheit wird bewusst auf die statistischen Grundlagen nur so weit eingegangen, wie sie für das Verständnis der beschriebenen Methoden benötigt wird. Auch werden nicht alle im Qualitätsmanagement gängigen Methoden vorgestellt, sondern der Schwerpunkt auf die am häufigsten genutzten Methoden gelegt. Im Einzelfall bitten wir die Anwender auf die umfangreiche weiterführende Literatur oder auf spezifische Weiterbildungen zurückzugreifen.

KE 6A – Verbesserungsprojekte mit Six Sigma 

(Wahlpflichtfach, Mindestteilnehmerzahl: 2)

Es gibt Firmen, die machen Werbung damit, „jeden Tag ein bisschen besser“ zu sein. Doch was ist, wenn die kleinen schrittchenweisen Verbesserungen zu wenig sind? Was ist, wenn der aktuelle Prozess so schlecht läuft, dass es einer sprunghaften Qualitätssteigerung bedarf, aber keine einfache Lösung parat steht? Dann kann ein Projekt helfen, den gewünschten Effekt zu erzielen. Das erfolgreiche Abarbeiten eines Verbesserungsprojekts nach dem DMAIC-Zyklus ist Gegenstand dieser Kurseinheit. Die Folge der fünf Projektphasen

  • Define = Erstellen eines Projektauftrages mit Budget und Ressourcenplan,
  • Measure = Ist-Aufnahme zur Erfassung der Ausgangslage,
  • Analyze = Analyse zur Entdeckung der Kernursachen,
  • Improve = Abstellen der Ursachen mit Wirksamkeitsnachweis,
  • Control = Sicherung der Nachhaltigkeit des Projekterfolgs,

hat sich über Jahre in der Praxis bewährt. Projekte, bei denen die Qualitätsanforderungen des Kunden im Vordergrund stehen, werden dabei meist als Six-Sigma-Projekte bezeichnet. Ihr Erfolgsfaktor ist die Verbindung von Projektmanagement und technisch-statistischem Denken. Projekte, bei denen es um einen schlankeren Prozess mit weniger Ressourceneinsatz oder kürzeren Durchlaufzeiten geht, werden meist als Lean-Projekte angelegt. Sie folgen vorwiegend internen Forderungen nach weniger Verschwendung und höherer Wirtschaftlichkeit. Und wer es mit internen und externen Forderungen gleichermaßen – gemäß dem klassischen Trilemma von Qualität, Kosten und Zeit – zu tun hat, wird die Ansätze zu einem ganzheitlichen Lean-Six-Sigma-Projekt verbinden.

Die Kurseinheit behandelt die Umsetzung durch Bearbeitung eines beispielhaften Verbesserungsprojekts aus dem Alltag. Darüber hinaus bietet sich an, die Inhalte der Kurseinheit parallel zum Studium in einem eigenen Verbesserungsprojekt in die berufliche Praxis zu übertragen.

KE 6B Business Excellence gemäß EFQM Excellence Modell

(Wahlpflichtfach, Mindestteilnehmerzahl: 2)

Viele Unternehmen, die bereits in den 90er Jahren begonnen haben, ein QM-System nach DIN EN ISO 9001 oder vergleichbaren anderen, branchenspezifischen Normen einzuführen, sind im Laufe der Jahre an den Punkt gekommen, an dem sich die Frage stellte: Und was nun? Das QM-System war etabliert, wurde gelebt, die Zertifizierungen und Re-Zertifizierungen hatten lange ihren Schrecken für die Mitarbeiter/-innen verloren. Aber trotzdem fehlte etwas. Es fehlte der inspirierende Ausblick auf weitere Entwicklung, auf Wachstum und neue Ziele. In dieser Phase suchen und finden nicht wenige Unternehmen den Weg zu Managementsystemen, die weit über den reinen Qualitätsgedanken hinausgehen. Ursprünglich wurde in dem Zusammenhang oft von Total Quality Management, auch TQM gesprochen. Heute ist eher der Begriff „Exzellenz“ im Sinne einer ganzheitlichen Unternehmensqualität oder Business Excellence gebräuchlich. Das EFQM Excellence Modell stellt einen Managementansatz für ganzheitliche Unternehmensausrichtung auf Spitzenleistungen im Wettbewerb dar. Das EFQM-Modell bietet einen Orientierungsrahmen und Bewertungsinstrumentarium gleichermaßen, um den Stand eines Unternehmens im Wettbewerb zu ermitteln. Im Ergebnis einer Selbstbewertung werden Stärken und Verbesserungspotentiale einer Organisation in Bezug auf Excellence dokumentiert, die als Ausgangspunkt für eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens genutzt werden können.

Das Wahlpflichtfach vermittelt die Grundlagen des EFQM-Modells und veranschaulicht dessen Anwendung anhand eines Beispiels im Rahmen der Einsendeaufgabe und bietet darauf aufbauende Übungen während des Präsenztages. Es wendet sich mit einer kurz gehaltenen Kurseinheit an Teilnehmende aller Branchen mit Interesse an einer selbständigen und kreativen Erarbeitung des gedanklichen Konzepts.

KE 98 Statistische Methoden zur Entscheidungsfindung

Diese Kurseinheit soll Ihnen einen Überblick über die Methoden und Möglichkeiten der Statistik geben. Für Qualitätsmanager/-innen soll deshalb nicht die Mathematik im Vordergrund stehen, auch wenn sie zum Verständnis der Verfahren erforderlich ist. Es soll erreicht werden, dass Sie sich durch die Bearbeitung dieser Kurseinheit vorwiegend Methodenkompetenz verschaffen.

Zunächst werden Sie mit der Begriffswelt der Qualitätstechnik vertraut gemacht. Es werden im weiteren Entscheidungen über Verteilungsformen, zur Freigabe von Maschinen, über den Einsatz von Prüfmitteln sowie über den Fertigungsverlauf aufgezeigt. Abschließend werden die sich ergebenden Prozessergebnisse analysiert.

Zu Beginn des Fernstudienkurses tragen wir Sie als Teilnehmer/-in in unsere Online-Lernplattform Moodle ein. Dort können Sie mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Ihres Kurses in Kontakt treten.

Aus unserer Erfahrung macht das Lernen in der Gemeinschaft mehr Freude und wirkt durch Gedankenaustausch untereinander eventuell auftretenden Denk- oder Lernblockaden entgegen.

Ein Fernstudium verlangt dennoch einen hohen Grad an Selbstorganisation. Sie müssen den Stoff aufnehmen, verarbeiten und sollten ihn mit Ihrem bisherigen Wissen verknüpfen. Hierzu werden wir Ihnen zu Beginn des Kurses einige Ratschläge geben, wie Sie zu einem aktiven Lernen gelangen.

Lernen geht um so leichter vonstatten, je größer die Lernbereitschaft ist. Ein Stoff, der interessiert, wird schneller und leichter aufgenommen.

Beratung und Anmeldung

Jutta Werner
+49 (0)30 4504-6004
werner[at]beuth-hochschule.de


Studienkoordination und -entwicklung

Ute Lenssen

Jörg Theurer


Anmeldung

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