Promotionsinteressierte

Starthilfe für Promotionsinteressierte

Du bist dir noch unsicher, was genau es heißt, zu promovieren und ob Du das schaffen kannst? Dann bist Du hier genau richtig! Auf der folgenden Seite findest Du eine Starthilfe mit wesentlichen Informationen über Promotion an der Beuth Hochschule. Bei allen weiteren Fragen stehen wir Dir telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung!

Gerade für Frauen, die als erste in der Familie einen Hochschulabschluss erworben haben, kann die Entscheidung für eine Promotion verunsichernd sein. Informationen über die Abläufe vor und während der Promotion sind oft informell und schwer zugänglich. In unserer Beratung versuchen wir diese Hürden gemeinsam abzubauen und helfen bei der Vernetzung an der Hochschule.

Wir begrüßen zudem besonders Frauen of Color und Frauen mit Migrationsgeschichte sich bei uns über die Möglichkeiten einer Promotion sowie einer wissenschaftlichen Karriere zu informieren.


Antworten zu wichtigen Fragen rund um das Thema Promotion:

Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Promotion erwirbst Du den Doktortitel, den höchsten akademischen Grad in Deutschland. Damit wirst Du befähigt, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten.

Die Promotion besteht aus zwei Teilen: einer schriftlichen Doktorarbeit („Dissertation“) gefolgt von einer mündlichen Verteidigung oder Prüfung („Disputation“ oder „Rigorosum“). Die Doktorarbeit dient dazu, sich mit einer Forschungsfrage aus einem Fachgebiet über mehrere Jahre vertieft auseinander zu setzen und soll dabei einen neuen und möglichst innovativen Forschungsbeitrag leisten.

Um promovieren zu können, benötigst Du einen Master-, Magister- oder Diplomabschluss. In der Regel wird ein überdurchschnittlicher Abschluss (mit Auszeichnung, sehr gut oder gut) erwartet, allerdings spielt hier auch die Einschätzung der betreuenden Person eine wichtige Rolle: Ist Deine zukünftige Doktormutter bzw. Dein zukünftiger Doktorvater überzeugt von deiner Leistung, kann auch mit einem durchschnittlichen Abschluss promoviert werden.

Ja, auch mit einem FH-Abschluss bist du zur Promotion berechtigt. Allerdings hat die Beuth Hochschule, so wie die allermeisten Fachhochschulen in Deutschland, kein Promotionsrecht. Das Recht, den Doktortitel zu verleihen, haben nur Universitäten. Deine Zulassung zur Promotion erteilt also die ausgewählte Universität. Auch die Erstbetreuung übernimmt eine*r Professor*in an dieser Universität.

Es besteht demnach die Möglichkeit direkt an einer Universität eine Promotion zu machen. Die genauen Voraussetzungen und Anforderungen sind in der sogenannten Promotionsordnung der jeweiligen Fakultät der Universität festgelegt. Die Promotionsordnungen unterscheiden sich nach Fach und Universität und legen fest, ob und unter welchen Bedingungen Absolvent*innen von Fachhochschulen zugelassen werden. In manchen Fällen müssen zusätzliche Leistungen erfüllt werden, wie z.B. der Besuch bestimmter Lehrveranstaltungen. Die Entscheidung liegt letztenendes beim Promotionsausschuss.

Sehr oft ist es jedoch sinnvoll oder sogar erforderlich kooperativ mit der Fachhochschule zu promovieren. Siehe dazu "Was ist eine kooperative Promotion?".

Bei einer kooperativen Promotion ist eine gemeinsame Betreuung Deiner Doktorarbeit seitens der Universität und der Fachhochschule vorgesehen. Die Zulassung und die Erstbetreuung finden an der Universität statt, Dein Forschungvorhaben kannst du allerdings an der Fachhochschule bearbeiten. Auch deine Zweitbetreuung übernimmt damit ein*e Professor*in an der FH.

Hier einige Beispiele, wieso kooperatives Promovieren für Dich in Frage kommen könnte:

  • Die Struktur und die Professor*innen einer Universität sind Dir fremd, eine*r Professor*in in Deinem Fachbereich kann Dich jedoch mit eigenen Kontakten in der wissenschaftlichen Community vernetzen und Dich darüber hinaus in formalen und fachlichen Fragen als Zweitbetreuung unterstützen.
  • Du würdest gerne nah am eigenen Fach promovieren und in den Labors der Fachhochschule forschen.
  • Du würdest die Doktorarbeit gerne innerhalb einer an der Fachhochschule ausgeschriebenen Promotionstellen schreiben.
  • Die ausgewählte Universität fordert eine Zweitbetreuung, die aus Deiner FH kommt. 

Mehr über kooperative Promotionen erfährst Du auf den Seiten des Zentrums für Forschung und Innovation.

Am wichtigsten wird es sein, ein Thema zu finden, das in Dir Interesse weckt und bei dem Du Dir vorstellen kannst, es über mehrere Jahre bearbeiten zu wollen. Oft verbirgt sich das Thema so schon in Deiner Masterarbeit. Ob es sich lohnt, in der Richtung vertieft zu forschen, sollte mit der Betreuung abgeklärt werden.

Das Promovieren bzw. das Thema könnte Dir allerdings auch vorgeschlagen werden, bspw. von einer/einem Professor*in bzw. der/dem Leiter*in Deiner Forschungsgruppe. Die Person könnte im Idealfall auch eine Promotionsstelle frei haben, womit sich sowohl die Betreuung wie auch die Finanzierung Deiner Doktorarbeit klären würde.

Eine sinnvolle Herangehensweise ist auch die gezielte Suche nach ausgeschriebenen Promotionsstellen, die meistens auf den Seiten der Hochschulen veröffentlicht werden. Dafür würdest Du dein Thema an die Stelle vermutlich anpassen müssen und für die Bewerbung auch schon ein Exposé vorlegen. 

Promotionsthemengebiete (meistens in Verbindung mit einer Stelle oder einem Stipendium) werden auch von anderen Institutionen ausgeschrieben, wie z.B. von verschiedenen Stiftungen oder den Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Sobald Du eine grobe Idee hast, zu welchen Themen in Deinem Fach Du gerne forschen würdest, kannst Du Dich auf die Suche nach der passenden Betreuung machen. Solltest Du kooperativ promovieren wollen, fängst Du mit der Suche am besten bei Professor*innen an der Fachhochschule an. Im Idealfall könnte das der/die Betreuer*in deiner Masterarbeit sein (soweit die einen Doktortitel haben!). Die Verbindung zu einer/einem passenden Doktormutter bzw. Doktorvater an der Universität könnte dann auch die Person herstellen.

Da eure Zusammenarbeit über mehrere Jahre hinweg gut funktionieren soll, sollte die Entscheidung für die Betreuung gut durchdacht sein. So muss sich der/die Professorin mit dem Themengebiet natürlich selbst gut auskennen und dazu womöglich auch schon publiziert haben. Du solltest Deiner Betreuung vertrauen können und auch in schwierigen Phasen der Doktorarbeit mit seiner oder ihrer Unterstützung rechnen können. Es lohnt sich daher auch eine Betreuungsvereinbarung zu unterschreiben, in der ihr euch beide auf die Gestaltung eurer Zusammenarbeit einigt.

Falls möglich, solltest Du Dich vorab mit Promovendinnen austauschen, die bei dem/der Professor*in promovieren und seine/ihre Arbeitsweise schon sehr gut einschätzen können.

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