Alumna im Rennen um Goldenen Löwen

Filmregisseurin Julia von Heinz hat an der Technischen Fachhochschule Berlin (heute Beuth Hochschule) studiert. Mit ihrem neuen Film, einem deutschen Politdrama, ist sie jetzt zum Wettbewerb bei den Filmfestspielen in Venedig eingeladen worden.

Porträt Julia von Heinz
Julia von HeinzBild: privat

„Und morgen die ganze Welt“ ist der Titel des Films, den TFH-Absolventin Dr. Julia von Heinz beim 77. Internationalen Filmfestival in Venedig im September präsentieren darf. Damit ist sie unter den 18 Nominierten für einen Goldenen Löwen. Es ist der erste Wettbewerb seit Ausbruch der Corona-Pandemie, bei dem wieder Filme im Kino gezeigt werden, allerdings mit reduziertem Programm. Die Nominierung ist ein großer Erfolg für Heinz, die zusammen mit John Quester auch das Drehbuch verfasst hat. 

Der Film handelt von der Radikalisierung der Jurastudentin Julia, gespielt von Mala Emde, die zu Beginn ihres Studiums mit linken Kreisen in Kontakt kommt und den Kampf gegen den Rechtsruck in Deutschland aufnimmt. Am 29. Oktober kommt der Film in Deutschland in die Kinos. Der Trailer ist schon jetzt zu sehen.

Ihren Traumberuf fand Julia von Heinz während ihrer Ausbildung beim WDR: Sie wollte Filme machen. Zum Studium kam sie dann an die Technische Fachhochschule Berlin (heute Beuth Hochschule) in den Wedding, wo die gebürtige Berlinerin Audiovisuelle Medien (heute Screen Based Media) studierte. Schon während ihres Studiums realisierte sie mehrfach preisgekrönte Kurzfilme. Ein Hypathia-Stipendium der Beuth Hochschule ermöglichte es ihr, im Jahr 2012 zu promovieren. 

Richtig Fuß fasste von Heinz 2005, als sie den Filmemacher Rosa von Praunheim kennenlernte. „Er war mein Mentor und eröffnete mir viele Möglichkeiten und Kontakte“, so die Absolventin. Ihr erster Spielfilm „Was am Ende zählt“ feierte 2007 auf der Berlinale Premiere und erhielt gleich mehrere Auszeichnungen. Ihr 2008 entstandener Dokumentarfilm „Standesgemäß“ über die alltäglichen Widrigkeiten im Leben adeliger Singlefrauen erregte viel Aufsehen. 2012 kam ihr Kinderfilm Hanni & Nanni 2 ins Kino. „Kinder zu unterhalten, diese Chance wollte ich nutzen. Es war die Möglichkeit, einmal in einer ganz anderen Erzählform zu arbeiten“, erzählt die Mutter dreier Kinder.

Ihr Ziel, Filme für die große Leinwand zu machen und das Publikum für das Kino zu begeistern, hat Julia von Heinz bereits erreicht: 2015 lief ihr Film „Ich bin dann mal weg“, nach dem Bestseller von Hape Kerkeling, sehr erfolgreich im Kino.

Die Mitglieder der Beuth Hochschule drücken ihr für die Preisverleihung in Venedig die Daumen.

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